„Quererla es Crearla“ findet ein sehr breites Echo in den Medien unterschiedlichster Art. Im Folgenden finden Sie einige der Nachrichten, Interviews und Berichte, die in der Presse sowie in Fernsehen und Radio veröffentlicht wurden.

Fernsehberichte

La aventura del Saber, RTVE

Tesis, Canal Sur

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Audiodeskription [AD]: Anmoderation des Programms TESIS, Canal Sur.

(Hintergrundmusik)

Audiodeskription [AD]: Eine diverse Gruppe von Menschen betritt den Campus der Universität Málaga, umgeben von Grünflächen. Sie setzen sich auf eine kreisförmige Steinbank und beginnen lebhaft miteinander zu plaudern. Nahaufnahmen fangen die bewegten Gesichtsausdrücke und den Enthusiasmus in ihren Interaktionen ein.

Audiodeskription [AD]: Teresa Racón spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Teresa Racón:— Quererla es crearla ist eine Bewegung, deren Anfänge ein wenig auf ein Workshop das hier an der Universität von Málaga stattfand. Dort trafen sich Menschen aus dem gesamten spanischen Raum – Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Fachkräfte aus dem Bildungsbereich, Beratungslehrkräfte – und von da an begannen wir, eine Reihe von Bedürfnissen zu identifizieren, die die Schule offenbar hatte. Veränderungen, die notwendig waren, um sie inklusiver zu gestalten.

Audiodeskription [AD]: Mehrere Personen betreten das Gebäude der Fakultät für Erziehungswissenschaften in Málaga.

Schild: Bildung in Gleichberechtigung.

[Musik]

Audiodeskription [AD]: Zu sehen ist das Foyer der Fakultät, gefolgt von Ignacio Calderón, der in einer Grünanlage in die Kamera spricht.

Beschriftung: Ignacio Calderón, Professor an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der UMA und Mitglied von 'Quererla es Crearla'.

Ignacio Calderón:— Sie entsteht an verschiedenen Orten. Einerseits aus der Gesellschaft, aus dem Aktivismus vieler Menschen, die schon lange Zeit Arbeit leisten, aber auch aus der Universität heraus, aus dem Wunsch, grundlegend zu verändern, wie Bildungseinrichtungen die gesamte Bevölkerung betreuen.

Audiodeskription [AD]: Eine Gruppe junger Menschen unterschiedlichen Alters unterhält sich in einer natürlichen Umgebung. Nach und nach kommen weitere Personen hinzu.

Beschriftung: Das Projekt 'Quererla es Crearla' der Universität Málaga setzt sich für ein auf Chancengerechtigkeit und Inklusion basierendes Bildungssystem ein.

Ignacio Calderón (Originalton):— Es gibt also in gewisser Weise eine Verbindung zwischen dem Wunsch der Menschen, diese Schulen zu verändern, und der Arbeit, die an der Universität geleistet wird, um diese Menschen bei der Entwicklung von Diskursen, dem Aufbau neuer Praktiken, der Umgestaltung von politischen Maßnahmen usw. zu unterstützen.

Audiodeskription [AD]: Diana Farzaneh spricht in einem Klassenzimmer der CEIP La Parra in die Kamera.

Bezeichnung: Diana Farzaneh, Lehrerin für inklusive Pädagogik an der CEIP La Parra.

Diana Farzaneh:— Schülerinnen und Schüler, die sich in einer Situation der Ausgrenzung befinden, sind am stärksten gefährdet, da sie nicht in den normativen Rahmen passen, den wir als 'normal' verstehen. Dazu gehören etwa Schülerinnen und Schüler mit einer anderen sexuellen Orientierung als die Mehrheit, Schülerinnen und Schüler mit kognitiven Besonderheiten, körperlichen Besonderheiten oder Besonderheiten in der Art der Kommunikation...

Für uns sind Unterschiede kein Problem, keine Schwierigkeit. Wir wollen Kinder, die Menschen sind, die Unterschiede als etwas Wunderbares und Notwendiges wertschätzen und nicht als Problem ansehen, nur weil jemand anders empfindet als ich. Weil jemand anders denkt, sich anders fortbewegt oder anders spricht als ich.

Audiodeskription [AD]: Die Teilnehmenden umarmen sich und lachen, während die Kamera bei jeder einzelnen von ihnen verweilt.

Audiodeskription [AD]: Carmen Moreno spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Bezeichnung: Carmen Moreno, Mitglied von 'Quererla es crearla'.

Carmen Moreno:—'Quererla es crearla' ist eine Arbeit, die wir vor allem als Grundlage für eine inklusive Schule betrachten. Der wichtigste Keim ist, dass die gesamte Bildungsgemeinschaft und die gesamte Gesellschaft das Recht auf inklusive Bildung verstehen und anerkennen. Wir müssen unseren Blick und unsere Kultur verändern.

Audiodeskription [AD]: Die Gruppe betritt ein Klassenzimmer der CEIP La Parra und setzt sich. Der Dokumentarfilm wird projiziert Quererla es Crearla.

Beschriftung: Die Gruppe arbeitet an der Beratung und Fortbildung in Bildungseinrichtungen, damit diese ein egalitäreres Modell in den Klassenzimmern umsetzen können.

Audiodeskription [AD]: Carmen Matés spricht in einem Klassenzimmer der CEIP La Parra in die Kamera.

Einblendung: Carmen Matés, Schulleiterin der CEIP La Parra.

Carmen Matés:— Wir sahen uns mit der Notwendigkeit konfrontiert, dass wir für die Arbeit an der Inklusion jemanden von außerhalb einladen mussten, der uns unterstützen konnte. Also wandten wir uns an die Universität, sprachen mit Nacho Calderón, und er kam, um unserem Lehrkörper eine Fortbildung darüber zu geben, wie wir an dieser inklusiven Schule arbeiten könnten.

Zunächst einmal haben wir den Eindruck, dass inklusive Bildung fast wie Magie wirkt, oder? Man absolviert eine Fortbildung und hat das Gefühl, man hätte es schon geschafft. Doch von dem Moment an, in dem man beginnt, merkt man, dass das Gegenteil der Fall ist. Dass es eine Welt ist, an der man Tag für Tag arbeiten muss, und wenn es darum geht, Konflikte anzugehen – was in Bildungseinrichtungen etwas Natürliches ist –, stellt sich die Frage, wie wir diese neben dem eigentlichen Lernen angehen wollen. Genau da entsteht das Bedürfnis, zu wissen, wie wir das umsetzen können, nicht wahr?

Audiodeskription [AD]: Diana Farzaneh spricht in einem Klassenzimmer der CEIP La Parra in die Kamera.

Diana Farzaneh:— Die Struktur, die wir derzeit im Bildungssystem haben, erlaubt es uns nicht, Inklusion von Grund auf aufzubauen, da der Lehrplan einen Unterschied voraussetzt. So wie der Lehrplan derzeit organisiert ist, verwendet die Mehrheit der Lehrkräfte beispielsweise Lehrbücher. Das stellt bereits eine enorme Barriere für alle Mädchen und Jungen dar, nicht nur für eine spezifischere Seite, sondern auch für den Rest, der versteht, dass Wissen in einem Buch verpackt ist, so wie es der Verlag vorgibt. Dass das das ist, was man wissen muss, und der Rest nicht von Interesse ist. Das steht zum Beispiel im Widerspruch zu kulturellen Werten, nicht wahr?

An unserer Schule gibt es Mädchen und Jungen aus verschiedenen Kulturen, und dennoch sprechen die Lehrbücher nur von einer sehr spezifischen Kultur. Ihre eigenen sind unsichtbar gemacht. Wenn wir verstehen würden, dass dies der Lehrplan ist, würden wir ihre Kultur, die sie mitbringen, unsichtbar machen und ihr den Wert absprechen. Dem Wissen, das die Mädchen und Jungen mitbringen.

Audiodeskription [AD]: Carmen Matés spricht in einem Klassenzimmer der CEIP La Parra in die Kamera.

Carmen Matés:— Es ist sehr schwierig, einen Unterricht zu gestalten... der für alle gleich ist, oder? Nun, es ist einfach, ihn so zu gestalten, aber es ist nicht einfach, dass er alle Schülerinnen und Schüler erreicht, denn jeder lernt auf eine andere Weise, jeder hat seine eigenen Emotionen und jeder bringt einen unterschiedlich gefüllten Rucksack mit.

Daher liegt die Herausforderung für die Lehrkräfte darin, auf jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler einzugehen. Wir brauchen diese Fortbildung, diese Unterstützung, diese ständige Reflexion, an die wir Lehrkräfte manchmal nicht gewöhnt sind, und wir müssen lernen, indem wir anderen zuhören.

Audiodeskription [AD]: Der Dokumentarfilm Quererla es crearla wird im Klassenzimmer der CEIP La Parra gezeigt. Anfangsszene: Collage. Ein Kind lächelt auf einem großen fuchsiafarbenen Zahnrad. Im Vordergrund eine alte Schreibmaschine mit einem Text, auf dem steht: „pero quisimos amor“. Auf der linken Seite ein Dokument mit dem Titel „Übereinkommen über die Rechte des Kindes (20.11.1989).“

Audiodeskription [AD]: Anschließend folgen Bilder, die auf die Sklaverei und den antirassistischen Kampf anspielen. Unter ihnen erscheinen die Gesichter von Martin Luther King, Nelson Mandela, Rosa Parks, eine schwarze Frau bei der Stimmabgabe sowie Demonstrierende.

Erzählerin (Off-Stimme):— Es gab eine Zeit, in der die Hautfarbe einiger Menschen sie zum Eigentum anderer machte, eine Zeit, in der das Gesetz sie diskriminierte und ausgrenzte. Aber wir wollten Freiheit.

[Musik]

Audiodeskription [AD]: Szenen von Schülerinnen und Schülern, die an den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm teilnehmen.

Beschriftung 1. Die Institution einbeziehen.

Beschriftung 2. Es hilft, Vorurteile zu vermeiden und fördert den Dialog zwischen Generationen und Gruppen.

Beschriftung 3: Die Studierenden der Fakultät für Erziehungswissenschaften haben mit einem YouTube-Kanal, der didaktische Inhalte anbietet, zu diesem Projekt beigetragen.

Beschriftung 4: Teresa Rascón, Professorin für Erziehungswissenschaften an der UMA und Mitglied von Quererla es Crearla.

Teresa Rascón (Originalfassung):— Die Beteiligung der Studierenden hier an der Universität an diesen Video-Tutorials war von Anfang an wirklich sehr aktiv. Zudem war es eine Arbeit, die ich für sie als sehr bereichernd empfinde, da sie eine Phase hatten, in der sie die Skripte vorbereiten mussten. Wir Tutoren haben diese überprüft, und von da an mussten sie sie lernen, aufnehmen...

Das heißt, ich glaube, für sie war die Bewertung, die sie von diesem Prozess vorgenommen haben, zumindest sehr positiv. Und die Tatsache zu sehen, dass dieses Produkt, das hier innerhalb der Universität erstellt wird, nicht innerhalb dieser vier Wände bleibt, sondern nach außen dringt und wirklich einen Nutzen hat, um zum Beispiel zu schulen...

Audiodeskription [AD]: Teresa Rascón spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Teresa Rascón (Off-Stimme):— Wir nutzen es zum Beispiel für Fortbildungskurse für Lehrkräfte. Es ist sogar auf der Website der Universität verfügbar. Das heißt, jede Bildungseinrichtung, die möchte, kann auf die Seite von www.creemoseducacioninclusiva.com und dort finden Sie alle Ressourcen, die wir im Laufe der Zeit erstellt haben.

Audiodeskription [AD]: Teresa Rascón und Ignacio Calderón zeigen Materialien und Ressourcen von Quererla es Crearla der Teilnehmergruppe in einem Klassenzimmer der CEIP La Parra.

Ignacio Calderón (Originalton):— Aus der Realität sind eine Menge kreativer Erzählungen darüber entstanden, wie Menschen die Wirklichkeit verändern können – jene, die ihnen schadet oder die sehr verbesserungswürdig ist. Genau daraus gehen die erstellten Leitfäden hervor.

Audiodeskription [AD]: Ignacio Calderón spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Ignacio Calderón:— Es wurden verschiedene Leitfäden erstellt: ein Leitfaden zur Gestaltung öffentlicher Politik; ein Leitfaden, der von Schülerinnen und Schülern für andere Schülerinnen und Schüler verfasst wurde, damit sie ihre Schulen selbst gestalten können. Das heißt, sie müssen nicht darauf warten, dass die Lehrkräfte dies tun, sondern sie machen sich selbst an die Arbeit, um diese inklusiven Schulen aufzubauen.

Audiodeskription [AD]: Drei junge Menschen blättern in einer Zeitschrift mit dem Titel Wie man die Schule inklusiv gestaltet, von La aventura de Aprender.

Ignacio Calderón:— Es gibt einen von Familien erstellten Leitfaden darüber, wie man in Schulen widersprechen kann; einen Leitfaden für Beratungsfachkräfte, um Beratungspraktiken zu entwickeln, die mit Inklusion und Menschenrechten im Einklang stehen.

Audiodeskription [AD]: Ignacio Calderón spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Ignacio Calderón:— Und schließlich gibt es eine weitere Möglichkeit für die Schulen selbst, Prozesse der partizipativen Aktionsforschung aufzubauen, was die andere große Methodik ist, die wir angewandt haben.

Audiodeskription [AD]: Offizielles Treffen zwischen der Bildungsministerin Pilar Alegría, dem Staatssekretär für Bildung Alejandro Tiana und zwei jungen Frauen, die ihnen gegenüber sitzen. Eine der jungen Frauen spricht zu ihnen.

Junge Frau:—… sie haben versucht, ihn von der Schule zu verweisen. Und wir haben einen Freund namens Rubén, der tatsächlich von der Schule verwiesen wurde.

Audiodeskription [AD]: In einem Außenbereich tanzen zwei junge Menschen im Hintergrund, während ein dritter junger Mensch im Rollstuhl in der Nähe eines Tisches im Vordergrund bleibt. Anschließend geht ein junger Mensch mit einem Rucksack über einen Platz mit Restauranttischen.

Beschriftung: Der Dokumentarfilm Quererla es crearla, unter der Regie von Cecilia Barriga und unter Beteiligung des Kollektivs, wurde im Museo Reina Sofía in Madrid gezeigt.

Audiodeskription [AD]: Ignacio Calderón spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Ignacio Calderón:— Der Dokumentarfilm 'Quererla es crearla' ist ein von Cecilia Barriga gedrehter Film, einer chilenischen Filmemacherin mit langjähriger Erfahrung. Er entspringt einer Geschichte: der Geschichte von Rubén Calleja und seiner Familie im Kampf für sein Recht auf inklusive Bildung, das ihm verwehrt worden war und das kürzlich von der UNO als eine Verletzung eines grundlegenden Menschenrechts eines Kindes durch den spanischen Staat anerkannt wurde.

Audiodeskription [AD]: Antón Fontao, in einer Szene des Dokumentarfilms, spricht zusammen mit einer anderen Person in die Kamera.

Ignacio Calderón:— Ausgehend von dieser Geschichte fungiert der Dokumentarfilm als Spiegel des gesamten eingeleiteten Forschungsprozesses, der einen biografischen Teil in der Geschichte von Rubén hat, aber auch in den Geschichten anderer Familien, die erzählen, was ihnen in den Schulen widerfahren ist, was nicht funktioniert...

Audiodeskription [AD]: Raúl Aguirre vor einer jungen Frau, die sich mit Gesten verständigt. Danach Indira zusammen mit einem Erwachsenen und einem Jugendlichen, die ihr aufmerksam zuhören und lächeln. Hinter Indira, in einer natürlichen Umgebung, macht eine junge Frau Seifenblasen zusammen mit einer erwachsenen Person, die zu lächeln scheint.

Audiodeskription [AD]: Drei junge Menschen sitzen auf einer Steinbank. Alle drei schauen in die Kamera. Malena Calderón, Teilnehmerin am Dokumentarfilm Quererla es Crearla, sitzt in der Mitte. Zu ihrer Linken sitzt Alberto Sánchez, ebenfalls Teilnehmer.

Malena Calderón:— Diesen Dokumentarfilm zu drehen war ziemlich gut, weil wir in Spanien viele Freunde gefunden haben und mit der Bildungsministerin sprechen konnten, um die Dinge in den Schulen zu verbessern, oder es zumindest zu versuchen.

Audiodeskription [AD]: Vier junge Teilnehmende des Dokumentarfilms im lebhaften Gespräch. Unter ihnen sind Rubén Calleja, Antón Fontao und Malena Calderón. Die Umgebung ist ein Außenbereich mit gepflasterten Mauern. Anschließend sitzen zwei junge Menschen auf einem Naturboden. Einer von ihnen malt oder liest auf einem Tablet. Der andere scheint mit der Erde zu spielen.

Malena Calderón:— Wir haben ihm vermittelt, dass jeder Mensch in der Schule dazugehören muss und dass sich viele Kinder ausgeschlossen fühlen, weil sie nicht in den regulären Klassen sind.

Alberto Sánchez:— Es war eine großartige Erfahrung, weil sie mir viel gegeben hat, unter anderem die Erkenntnis, dass man nicht allein ist, auch wenn es sich so anfühlt, denn es gibt Menschen, die das Gleiche durchmachen wie man selbst. Und nun ja, es hat mir sowohl geholfen, andere zu unterstützen, als auch selbst Unterstützung bei den Menschen zu finden, die daran teilgenommen haben.

Audiodeskription [AD]: Die an der Fortbildung teilnehmende Gruppe der CEIP La Parra versammelt sich im Kreis in einer natürlichen Umgebung oder einem Park. Sie unterhalten sich und tauschen Ideen aus.

Alberto Sánchez:— Mit dem Dokumentarfilm wollen wir fordern, dass alle Menschen einbezogen werden müssen, ohne sie nach Wissen, Fähigkeiten oder was auch immer zu unterteilen. Dass sich die Köpfe und Herzen der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler öffnen, und so weiter. Einfach alle.

Audiodeskription [AD]: Die Gruppe betritt die Schule und geht durch ihre natürlichen Räume in Richtung Klassenzimmer. Hinter ihnen ein blauer Bus.

[Musik]

Audiodeskription [AD]: Carmen Moreno spricht in die Kamera.

Carmen Moreno:— Die gesamte Arbeit, die im Rahmen von 'Quererla es crearla' geleistet wird, wie zum Beispiel der Dokumentarfilm oder die verschiedenen erarbeiteten Leitfäden und Werkzeuge, ist ein offenes Fenster zur Gesellschaft, damit all jene, die sich damit identifizieren oder in ihren Schulen für eine inklusive Schule arbeiten möchten, über verfügbare Materialien verfügen. Sie können diese Schulen transformieren.

Audiodeskription [AD]: Mehrere Personen aus der Gruppe halten an und erkunden eine natürliche Umgebung mit Kakteen.

Audiodeskription [AD]: Teresa Rascón spricht in einer Grünanlage in die Kamera.

Teresa Rascón (Originalton):— Wir stoßen weiterhin auf gewisse Widerstände innerhalb der Schuleinrichtungen, die verhindern, dass bestimmte Maßnahmen geteilt werden und nicht auf den Rahmen eines Klassenzimmers oder einer Lehrkraft beschränkt bleiben. Dass das Schicksal eines Schülers oder einer Schülerin nicht in den Händen einer einzelnen Lehrkraft liegt, sondern in der Verantwortung der gesamten Bildungseinrichtung.

Audiodeskription [AD]: Teresa Rascón spricht mit einem der Mitglieder von Quererla es crearla.
Audiodeskription [AD]: Vier Mitglieder unterhalten sich in einer natürlichen Umgebung mit Kakteen.
Audiodeskription [AD]: Malena Calderón spricht mit einem anderen Mitglied in einer natürlichen Umgebung.
Audiodeskription [AD]: Ignacio Calderón spricht mit einem jungen Mitglied in einer natürlichen Umgebung.
Audiodeskription [AD]: Diana Farzaneh spricht mit einem Mitglied in einer natürlichen Umgebung.

Teresa Rascón (Originalfassung):— Es braucht mehr gesellschaftliches Bewusstsein. Wir haben mit Familien gearbeitet, die bereits aktivistisch tätig waren, und wir müssen auch andere Bereiche der Gesellschaft sensibilisieren, die diesen Hintergrund nicht haben.

Audiodeskription [AD]: Diana Farzaneh spricht in einem Klassenzimmer der CEIP La Parra in die Kamera.

Diana Farzaneh:— Wir müssen eine Gemeinschaft aufbauen, in der die Menschen einander brauchen, sich gegenseitig helfen und sich wertschätzen… so wie sie sind. Und das kann nicht nur von einer Gruppe allein geleistet werden, sondern wir müssen alle zusammenstehen: Das Lehrpersonal, die Schülerinnen und Schüler, die Verbände und die Stadtverwaltung müssen einbezogen werden. Es ist eine Aufgabe, die wir alle gemeinsam angehen müssen, vor allem mit dem Glauben daran, dass es möglich ist. Hier ist die Utopie… Wir müssen Utopien zurückgewinnen. Wir müssen daran glauben, dass es in dieser so katastrophalen Welt möglich ist, in der es scheint, als gäbe es nichts mehr zu tun. Die Welt zerstört sich, sie zerstört sich selbst, und wir können nichts tun.

Audiodeskription [AD]: Raúl Aguirre macht Fotos in einer natürlichen Umgebung. Er schaut in die Kamera.
Audiodeskription [AD]:Eine Gruppe junger Menschen lehnt sich aus einem Balkon und beobachtet die Umgebung und die vorbeifahrenden Autos. Unter ihnen ist Antón Fontao.

Diana Farzaneh:— Wir müssen das Bewusstsein dafür zurückgewinnen, dass es möglich ist, denn wir sind diejenigen, die die Realität, die wir haben, gestalten, und wir können sie verbessern. Und Quererla es crearla.

[Musik]

Audiodeskription [AD]: Die Gruppe der Mitglieder von Quererla es Crearla teilt Lachen, Verbundenheit und Umarmungen in einer offenen Umgebung.

Credits:

Drehbuch von Juanjo Zayas.

Schnitt von José Antonio Galiano

Bild von Macarena Texeira.

Die Zeit ist gekommen, 101TV

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Audiodeskription [AD]: Programm-Intro Die Zeit ist gekommen, geleitet von Roberto López. Vorstellung des Projekts ‚Estudiantes por la inclusión‘.

(Musik)

ROBERTO LÓPEZ - R.L.:— Die Zeit ist gekommen. Heute ist Donnerstag, der 23., und donnerstags widmen wir in dieser Fernsehsendung einen Raum, um über die Universität zu sprechen. Und heute begleiten mich drei Forschende, drei Freunde, die uns von einem Projekt erzählen werden, das sehr, sehr interessant ist.

Zu meiner Rechten, Luz del Valle, die Forschende am Fachbereich für Theorie und Geschichte der Erziehung sowie M.I.D.E. ist. Hallo Luz, wie geht es dir?

LUZ MOJTAR - L.M.:— Hallo, gut, und dir?

R.L.:— Gut, danke. Was genau ist M.I.D.E.?

L.M.:— Forschungsmethoden und Diagnostik in der Bildung.

R.L.:— Wahnsinn, so viele Dinge. Danke, Luz, dass du bei uns bist. Ebenfalls bei uns, zu meiner Linken, ist María Teresa Rascón. Sie ist ordentliche Professorin am Fachbereich für Theorie und Geschichte der Erziehung sowie am M.I.D.E.

TERESA RASCÓN - T.R.:— Guten Morgen.

R.L.:— Das mit M.I.D.E. kennen wir bereits. Wie geht es dir?

T.R.:— Gut, und dir?

R.L.:— Gut, danke. Wie läuft der Unterricht, alles gut?

T.R.:— Alles gut soweit. Wir haben gute Schülerinnen und Schüler, wir können uns nicht beklagen. Es gibt eine Zukunft und es gibt Hoffnung.

R.L.:— Ja, wir wissen es bereits, wir wissen es. Begleitet werden wir auch von Ignacio Calderón, der Professor am Fachbereich für Theorie und Geschichte der Bildung sowie M.I.D.E. ist. Nacho, wie geht es dir?

NACHO CALDERÓN - N.C.:— Sehr gut, wir wiederholen uns. Alles Kollegen aus demselben Fachbereich.

R.L.:— Natürlich, denn letztendlich arbeitet ihr alle am selben Projekt.

N.C.:— Ja, wir arbeiten alle am selben Projekt. Es gibt Personen aus anderen Fachbereichen und Fakultäten, aber ja, wir, die wir heute das Projekt vertreten, kommen alle aus demselben Fachbereich.

R.L.:— Ein sehr ganzheitliches Projekt, Luz, denn wir werden berichten, dass Schülerinnen und Schüler, Fachkräfte, Familien und Forschende zusammengekommen sind, um ein Thema zu analysieren, das uns sehr am Herzen liegt: Inklusion in der Bildung, in den Schulen.

L.M.:— Genau.

R.L.:— Das ist im Wesentlichen ein wenig das Ziel eurer Arbeit.

L.M.:— Ja, alle gemeinsam, alle ziehen am selben Strang, damit Bildung inklusiv ist, gleich für alle.

R.L.:— Damit es jeder versteht: Im Klassenzimmer ist Platz für alle. Achtung, denn euer Projekt, und ich glaube, du bist eine der Initiatorinnen, wurde mit dem Weltpreis für das Projekt „Estudiantes por la inclusión“ ausgezeichnet.

L.M.:— «Estudiantes por la inclusión» ist Teil eines größeren Projekts, das von der Universität aus als «aufkommende Erzählung» betrachtet wird, das aber im Kern «Quererla es crearla» ist. Jene Gruppe von Menschen, von der du anfangs sprachst.

R.L.:— Eine Initiative, die den World Down Syndrome Award 2023 erhalten hat, eine Auszeichnung für eure Studie, nicht für eure Arbeit. Wie wurde sie vom Team aufgenommen?

L.M.:— Nun, mit sehr großer Freude, wir sind unglaublich stolz. Ich glaube, es werden gerade Bilder der Schülerinnen und Schüler gezeigt, die den Preis entgegengenommen haben. Stellen Sie sich vor, wir sind unglaublich stolz auf sie, auf die Arbeit, die sie geleistet haben, und auf uns als professionelles Team, das sie begleitet und dies erst möglich macht.

R.L.:— Nacho, erzähl mir bitte, worum geht es bei diesem ausgezeichneten Projekt?

N.C.:— Nun, das ausgezeichnete Projekt heißt „Estudiantes por la inclusión“ und ist eine sehr vielfältige Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die wir vor einigen Jahren zusammengebracht haben, um einen Leitfaden zu erstellen, den uns das Ministerium in Auftrag gegeben hatte. Der Leitfaden ist ein von Schülerinnen und Schülern erstellter Leitfaden, der von diesen Jugendlichen im Laufe von mehr als einem Jahr regelmäßiger Treffen erarbeitet wurde, bei denen sie anderen Schülerinnen und Schülern dabei halfen, ihre Schulen inklusiver zu gestalten. Das heißt, es ist die Schülerschaft selbst, die die Initiative ergreift und beschließt, aktiv zu werden, um die Schulen inklusiver zu gestalten, anstatt darauf zu warten, dass dies die Lehrkräfte oder die Familien tun.

Und ausgehend von diesem Anfang, der darin bestand, einen Leitfaden zu erstellen, haben diese Schülerinnen und Schüler begonnen, Lehrkräfte fortzubilden, zahlreiche Konferenzen zu halten und an einem Dokumentarfilm mitzuwirken. Kurz gesagt.

R.L.:— Die Schülerinnen und Schüler selbst?

N.C.:— Die Schülerinnen und Schüler bilden selbst die Lehrkräfte aus. Ja, genau.

R.L.:— Schülerinnen und Schüler, zudem mit einer Vielfalt. Also, sehr unterschiedliche Menschen.

T.R.:— Wir alle haben eine sehr, sehr vielfältige Gruppe. Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, mit unterschiedlicher sexueller Identität, unterschiedlichem Geschlecht, mit sehr unterschiedlichen schulischen Leistungen, Rasse, Ethnie…, kurzum, es ist eine sehr, sehr vielfältige Gruppe, aber sie haben perfekt zusammengepasst. Das heißt, in der Gruppe wird zu keinem Zeitpunkt über diese Kategorien gesprochen.

R.L.:— Ja, wie gut. Es sind alles Schülerinnen und Schüler, zusammen, im Gespräch. Denn ich lese, dass sie über ihre Erfahrungen gesprochen haben, was das Thema Inklusion betrifft, und sogar ihre Lebensgeschichten erzählt haben. Da beginnt eine Art Ideenlabor. Sie fangen an zu reden, zu Schlussfolgerungen zu kommen, und sie sind es, die danach die anderen umerziehen.

L.M.:— Ja, es ist sehr interessant, die Gruppe besteht aus Menschen, die sich vorher nicht kannten. Vorher kannten sie sich nicht, einige hatten sporadisch Kontakt, weil zwei Mütter sich kannten, aber die Gruppe bestand aus Fremden und war sehr, sehr vielfältig, wie meine Kollegin sagt. Aber als sie ihre Erfahrungen erzählten und sie den anderen mitteilten, stellten sie fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten hatten, dass sie ähnliche Erfahrungen teilten. Und es hat sich eine Gruppe gebildet, die jetzt befreundet ist.

R.L.:— Wie alt sind diese Jungen und Mädchen?

L.M.:— Der Jüngste war 14 Jahre alt, jetzt ist er bereits 15. Aber von etwa 14 Jahren, also ab der Sekundarstufe, bis hin zu 20 Jahren.

R.L.:— Und ihr bringt diese Gruppe zusammen, was genau macht ihr dann? Ich nehme an, ihr betreut, begleitet und zieht auch Schlussfolgerungen, oder?

N.C.:— Nun, das Projekt bietet sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch anderen Gruppen, wie zum Beispiel Familien oder Fachleuten, eine theoretische und wissenschaftliche Grundlage für das Wissen dieser Menschen, das in der Schule größtenteils noch nicht ausreichend gewürdigt wird. Und wir wissen, dass es genau die Anerkennung dieses Wissens und dessen Wertes ist, die es Schulen ermöglicht, sich weiterzuentwickeln, um inklusiver zu werden, damit alle dort ihren Platz finden.

Wir erleichtern diesen Prozess und untermauern diese Arbeit wissenschaftlich, die sie selbst leisten und aufbauen: eine Bürgerwissenschaft, die von Kindern und Familien betrieben wird und die weder naiv noch nutzlos ist. Tatsächlich sieht man auf den Bildern einen weiteren internationalen Preis, den sie zuvor von der weltweit größten wissenschaftlichen Vereinigung erhalten haben. Sie nahmen ihn Anfang des Jahres in Chicago entgegen.

R.L.:— Wie wunderbar. Wir sehen gerade die Bilder der Gruppe von Jungen und Mädchen, die ihr gebildet habt. Diese 16 Schülerinnen und Schüler mit einer großen internen Vielfalt, die ihre Erfahrungen verarbeiten und ihre Lebensgeschichten erzählen. Die zu Schlussfolgerungen gelangen und all dies auf Kongressen, in Workshops, in den Medien und in sozialen Netzwerken präsentieren.

T.R.:— Im Ministerium bilden sie ebenfalls Lehrkräfte aus und bieten Fortbildungskurse für Lehrkräfte an.

R.L.:— Meine Güte.

L.M.:— Genau am Montag findet eines in Galicien statt

R.L.:— Ich würde sehr gerne mit ihnen sprechen. Ich weiß nicht, ob wir das eines Tages tun könnten.

L.M.:— Wenn Sie möchten.

R.L.:— Wie interessant. Bedenken Sie, dass wir seit Jahren mit Fachbereichen und Forschenden im Gespräch sind, und ich weiß nicht, ob schon einmal etwas Ähnliches gemacht wurde. Zumindest im andalusischen Umfeld, oder? Ich weiß es nicht.

L.M.:— Wir haben keine Kenntnis von dem, was Sie sagen, bezüglich des andalusischen Umfelds. Es stimmt zwar, dass wir außerhalb Spaniens Studierende kennen. Diese Bilder, die veröffentlicht wurden, stammten von einem Kongress in Chicago, bei dem andere Studierendengruppen anwesend waren. Es wurden 10 Studierendengruppen aus der ganzen Welt ausgezeichnet, aber von Gruppen in unserer Nähe haben wir keine Kenntnis von einer ähnlichen Bewegung.

R.L.:— Und deshalb haben Sie oder haben sie den World Down Syndrome Award erhalten, aber natürlich muss klargestellt werden, dass es nicht nur um das Down-Syndrom geht, sondern um jedes Thema, das jeden von uns betrifft.

T.R.:— Genau. Diesmal war dies der Grund für die Auszeichnung, aber wie Nacho bereits sagte, haben sie letztes Jahr eine weitere für inklusive Bildung gewonnen. Das heißt, in dieser Gruppe haben solche Etiketten, wie ich Ihnen sagte, keinen Platz. Es ist jederzeit eine Gruppe junger Aktivistinnen und Aktivisten, die dafür kämpfen, die Bildung zu transformieren und sie in eine inklusive Bildung zu verwandeln.

R.L.:— Genau darauf will ich hinaus und eröffne die Debatte. Kann und muss Bildung wirklich inklusiv sein? Bitte klärt mich auf.

N.C.:— Sie kann und muss es, denn es ist moralisch notwendig und sie muss es sein, weil es rechtlich verpflichtend ist. Tatsächlich gibt es leider immer noch eine ganze Debatte über das „Ja oder Nein“ zur inklusiven Bildung, aber diese Debatte sollte längst überwunden sein, da es eine Fülle internationaler wissenschaftlicher Belege aus den letzten Jahrzehnten gibt, die besagen, dass inklusive Bildung nicht nur moralisch besser ist. Es ist ein rechtlicher und moralischer Auftrag, den wir Pädagoginnen und Pädagogen haben, und zudem ist sie wissenschaftlich wirksamer als segregierte Bildung. Daher sollte diese Debatte eigentlich verschwinden.

Sie muss inklusiv sein. Die Frage ist nun, wie wir das umsetzen. Darüber gibt es in der Tat viel zu sprechen und zu debattieren.

R.L.:— Ah, natürlich. Ich bin Vater von Mädchen, die zur Schule gegangen sind, und manchmal haben wir andere Väter und Mütter getroffen, die vor dem Schultor Kommentare abgeben wie: „Wir alle wissen, dass dieses Kind nicht in der Klasse sein sollte, weil es das Wachstum und die Bildung der restlichen Gruppe bremst.“ Und doch sagt ihr: „Nein, es ist genau das Gegenteil.“

T.R.:— Das sagen wir, und das sagt die internationale wissenschaftliche Evidenz. Das heißt, alle wissenschaftlichen Studien zeigen, dass es keine Belege dafür gibt, dass sich die Anwesenheit diverser Kinder im Unterricht negativ auf die akademische Leistung oder logischerweise auf die soziale Entwicklung auswirkt – ganz im Gegenteil.

R.L.:— Und wie wir es machen.

N.C.:— Das ist die Debatte. Während Teresa sprach, dachte ich darüber nach, dass wir wissen, dass inklusive Gesellschaften nicht entstehen, wenn wir nicht gemeinsam sozialisieren und gemeinsam lernen. Das heißt, über inklusive Gesellschaften zu sprechen, ohne

dass Schulen wirklich inklusiv sind, wird nicht funktionieren, das passiert nicht. Erwarten wir, dass dies durch die Vermittlung von Unternehmen geschieht? Welcher Ort ist es, an dem Kinder lernen können, den Wert der anderen Person zu erkennen, ohne dass dieser Wert durch das Ökonomische vermittelt wird? Es gibt keinen besseren Ort als die Schule.

R.L.:— Außerdem haben Kinder das in dieser Hinsicht völlig klar. Nicht wahr, Luz? Was gibt es in deiner Klasse? Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie fragen sich nicht, ob jemand eine andere Hautfarbe hat oder ob jemand… Nein, das bringen sie von Natur aus mit. Wir sind es, die sich später den Kopf darüber zerbrechen.

L.M.:— Es gibt keinen Zweifel. Indira ist das Mädchen in Rosa, das auf den Bildern zu sehen ist. Ich habe eine kleine Tochter. Als sie den Welt-Down-Syndrom-Tag feierten, sagte meine Tochter in der Klasse, dass sie niemanden mit Down-Syndrom kenne, obwohl sie Indira perfekt kennt, weil sie schon bei mir zu Hause geschlafen hat. Wo liegt also der Unterschied? Indira ist einfach ein weiteres Kind. Indira ist Indira. Wo sind die Unterschiede? Es sind die, die wir anderen schaffen, weil die Dinge einen Namen haben müssen, aber im täglichen Zusammenleben funktioniert es besser, und das ist erwiesen.

R.L.:— N.C.:— Ich bleibe bei der Frage: Wie machen wir das? Zu welchem Schluss kommen wir? Damit sich diejenigen, die hier sind, und diejenigen, die heute zu Hause vor dem Fernseher sitzen und diesen Moment verfolgen, fragen: Was kann ich tun, damit Schulen inklusiver werden? Und damit auch unsere Gesellschaft.

 

N.C.:— Wir haben Beispiele für Schulen, die Fortschritte auf dem Weg zu mehr Inklusion machen. Man kann nicht sagen: „Diese Schule ist inklusiv“, genauso wenig wie man sagen kann: „Diese Schule ist so gerecht, wie sie nur sein könnte“. Wir können immer gerechter werden, wir können immer inklusiver werden, aber es gibt Schulen, die Fortschritte machen, und diese Fortschritte basieren grundlegend darauf, den Dialog und die Teilhabe in den Vordergrund zu stellen. Das bedeutet, dass alle Menschen sprechen und verstehen können, was in der Schule geschieht, und mitentscheiden können, wie sie transformiert werden kann.

Hier in Málaga haben wir eine Schule, die Fortschritte gemacht hat. Von der wir auch gelernt haben, die in ihrem Prozess, inklusiver zu werden, große Fortschritte gemacht hat. Und jetzt beabsichtigen wir, ein

Netzwerk von Schulen zu gründen, das ebenfalls von dieser Schule lernt, anhand eines Leitfadens, der aus dieser Schule hervorgegangen ist. Diese Schule hat einen Prozess entwickelt, der sich nennt

«Partizipative Aktionsforschung». Dabei analysieren die Menschen die Dinge, um sie zu verändern, und zwar durch Partizipation. Dieser Prozess wurde in einem Leitfaden dokumentiert, der anderen Schulen dabei hilft, ihre eigenen Prozesse zu entwickeln, um inklusiver zu werden.

R.L.:— Wie wunderbar, wirklich. In dieser Sendung haben wir Zeit für die Universität, aber wir nehmen uns jede Woche immer etwas Zeit, um über Bildung zu sprechen. Wir sprechen über die Kinder, die Lehrkräfte und die Schulgemeinschaft, und ich finde alles, was ihr hier darlegt, sehr interessant.

Um zum Schluss zu kommen: Was sind die nächsten Schritte in eurem Projekt? Dies ist nur ein Teil dessen, worüber wir gesprochen haben. Ihr werdet wiederkommen müssen, um über alles Weitere zu sprechen.

T.R.:— Wie wir bereits sagten, war dieses Projekt abgeschlossen, aber wir hatten das Glück, dass das Ministerium es verlängert hat. Die Idee ist nun, weiterzuarbeiten und dieser Arbeit, die wir mit Familien, Fachleuten und Schülerinnen und Schülern leisten, sogar eine noch internationalere Ausrichtung zu geben.

Wir wollen Grenzen überschreiten. Tatsächlich knüpfen wir Kontakte zu Bildungseinrichtungen in Lateinamerika, denn die Idee ist, dass dies – wie es die UNESCO seinerzeit für die Agenda 2030 zur Erfüllung des Ziels der inklusiven Bildung festgelegt hat – weiterverfolgt wird, indem wir vor allem Schulen einbeziehen, die wirklich an dieses Projekt glauben.

Du hast Nacho gefragt: Wie können wir das schaffen? Wir können es schaffen, indem wir Familien, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zur Zusammenarbeit bewegen. Indem wir über erfolgreiche Praktiken informieren, die auch an anderen Schulen stattfinden. Durch Teilhabe und Dialog.

R.L.:— Inklusive Schulen, eine bessere Zukunft, denn genau darum geht es letztendlich. Vielen herzlichen Dank für Ihr Kommen und dafür, dass Sie uns dieses Projekt vorgestellt haben. Ich fand es äußerst interessant und hoffe, dass es auch bei Ihnen zu Hause auf Interesse gestoßen ist.

Ignacio Calderón, Professor am Institut für Theorie und Geschichte der

Bildung, danke, dass Sie bei uns sind.

Danke, Luz del Valle Mojtar, Forscherin am Institut für Theorie und Geschichte der Bildung.

Danke, María Teresa Rascón, ordentliche Professorin am Institut für Theorie und Geschichte der Bildung.

Einstimmig:— Vielen Dank.

R.L.:— Danke euch. Wir bleiben in Kontakt, ich würde mich freuen, weiter über dieses Thema zu sprechen.

L.M.:— Wenn Sie mit den Schülerinnen und Schülern sprechen möchten, bringen wir ihn zu Ihnen.

R.L.:— Das ist erledigt. Jetzt sprechen wir nach dem Ausgang. Ihr sprecht mit der Produktionsfirma, wir suchen einen Termin. Danke an alle für die Zeit an der Universität, unser Bereich, der am meisten kulturinteressiert ist.

Rota de cerca, Rota TV

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Audiodeskription [AD]: Intro des Programms 7 TV Rota, unter der Regie von Paco Campaña.

(Musik)

PACO CAMPAÑA - P.C.:— „Quererla es crearla“ ist Teil einer Initiative, die ins Leben gerufen wurde, um für eine Welt der Gleichberechtigten zu kämpfen. Wenn das Leben für alle bereits sehr kompliziert ist, stellen Sie sich das einmal vor, wenn wir zum Beispiel über Behinderung, funktionale Vielfalt und das kollektive oder schulische Umfeld sprechen. Über all das werden wir in den nächsten Minuten sprechen. Sicherlich gibt es Familien, die uns jetzt zusehen und die das nicht direkt betrifft, aber wir wissen nie, in welche Situation wir geraten können. Auf jeden Fall muss dies ein Thema sein, das uns alle angeht, denn eine gleichberechtigte Welt zu schaffen, ist eine Aufgabe für uns alle. Wir müssen unseren Beitrag dazu leisten.

Mercedes Bernal, Vertreterin der Plattform „Quererla es Crearla“, herzlich willkommen zurück.

MERCEDES BERNAL - M.B.:— Vielen herzlichen Dank für die Gelegenheit, ein wenig Bewusstsein zu schaffen. 

P.C.:— Es ist äußerst wichtig, dass wir über das Leben sprechen, denn es ist kompliziert. Morgen werden wir über das Wohnen sprechen, stellen Sie sich das vor. Das Leben ist sehr kompliziert, aber es gibt Situationen, die noch komplizierter sind. Wenn es für jemanden, der keine besonderen Herausforderungen hatte, schon schwierig ist, stellen Sie sich vor, wie es ist, wenn wir über Situationen sprechen, in denen wir aufgrund körperlicher, psychischer oder anderer Gründe von einer gewissen Verletzlichkeit ausgehen. Es lohnt sich, gemeinsam anzupacken.

M.B.:— Genau. Die Plattform ‚Quererla es crearla‘ setzt sich dafür ein, eine soziale Bewegung voranzutreiben, um auf diese große Herausforderung zu reagieren, vor der wir heute als Gesellschaft und als Menschheit stehen: die inklusive Bildung. Wir sind eine Bewegung aus Familien, Schülerinnen und Schülern sowie Fachleuten, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: dass die Schule niemanden aufgrund von Geschlecht oder Fähigkeiten ausschließt. Dass es allen ermöglicht wird, am Lernen und vor allem am Zusammenleben und an einer tatsächlichen Teilhabe teilzuhaben.

P.C.:— Der Name ‚Quererla es Crearla‘, was ist das?

M.B.:— Das Wort ist sehr bedeutsam, denn wir müssen die Überzeugung haben, dass wir sie verändern müssen, und um sie zu verändern, müssen wir es wollen. Daher kommt: Wollen heißt erschaffen. Wenn wir wollen, werden wir es erschaffen. 

P.C.:— Wenn wir wollen, können wir es. 

M.B.:— So ist es.

P.C.:— Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich um eine kürzlich gegründete Einheit handelt. Ist sie lokal oder regional tätig? 

M.B.:— Sie ist staatlich, aber es schließen sich Menschen aus Lateinamerika und anderen Teilen der Welt an. Es ist eine globale Bewegung. Wir sind sehr viele Menschen, die sie bilden. 

P.C.:— In Rota macht es weiterhin seine ersten Schritte. 

M.B.:— Ja. In Rota hatten wir die Gelegenheit, einen Dokumentarfilm zu drehen, die Filmvorführung. Ich erzähle Ihnen ein wenig über den Anfang. Die Plattform entstand nach einem Treffen, das 2018 in Málaga während eines Workshops stattfand. Dieser Workshop basierte auf einem Forschungsprojekt der Universität Málaga. Dort trafen sich Familien, Schülerinnen und Schüler sowie Fachleute aus ganz Spanien. Das Ziel war es, die heutige Situation der Schulen zu analysieren und eine Diagnose zu erstellen. Von da an wurde ein Mechanismus in Gang gesetzt und Unterstützungsnetzwerke wurden geschaffen. Im Jahr 2020 wurden aufgrund der Pandemie weiterhin Online-Treffen abgehalten. Im Jahr 2022 fand ein weiterer Workshop in Madrid statt. Dort trafen wir uns erneut und es wurden Arbeitsgruppen gebildet. Es gibt eine Gruppe von Beratungsfachkräften, die einen sehr interessanten und notwendigen Leitfaden erstellt haben, in dem sie eine andere Alternative für die Arbeit der Beratung an Schulen vorstellen. 

Es ist der erste Ausgangspunkt für Segregation. Es gibt weitere von den Familien dazu, wie man widersprechen und Unterstützung in der übrigen Gesellschaft suchen kann. Und es gibt einen weiteren Leitfaden, den ich für den relevantesten halte, den Schülerinnen und Schüler für andere Schülerinnen und Schüler erstellt haben. Es ist interessant, denn normalerweise, wenn wir über den Lehr-Lern-Prozess nachdenken, wird nicht immer gesagt, wie eine Schule sein muss, in der die Kinder die Hauptakteure sind. Entscheidungen werden immer in ihrem Namen getroffen, und vor allem im Namen dieser Kinder, die sich in einer vulnerableren Situation befinden und historisch gesehen immer zum Schweigen gebracht wurden. Jetzt ergreifen sie zum ersten Mal das Wort, denn sie besuchen Tagungen, sind auf Kongressen, Foren und überall dort präsent, wo über Bildung gesprochen wird. Offensichtlich müssen wir die Hauptakteure einbeziehen, die die Schülerinnen und Schüler selbst sind, und wer könnte besser als sie von ihren Erfahrungen berichten, davon, wie sie die Situation in der Schule erlebt haben und welchen Schaden die Schule ihnen zugefügt hat. Sie verfügen über die Werkzeuge, damit wir lernen können, was wir ändern müssen. Deshalb sind sie die Protagonisten des Dokumentarfilms, der hier in Rota vorgestellt wurde. Wir hatten keine Vorführung, aber die Premiere fand 2022 in Madrid statt. 

Dort wurde er gemeinsam mit der Bildungsministerin Pilar Alegría uraufgeführt. Der Dokumentarfilm entstand aus der Geschichte von Rubén Calleja, einem Jungen mit Down-Syndrom, der von der Regelschule verwiesen wurde. Er erzählt vom titanischen Kampf von Alejandro und seiner gesamten Familie, um vor Gericht zu beweisen und zu bekämpfen, dass das Recht seines Sohnes auf inklusive Bildung verletzt wurde. Er erzählt auch die Geschichten anderer Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien. Der Dokumentarfilm ist sehr interessant. Hier in Rota wurde er von der Stadtverwaltung organisiert. Das Wichtige an diesem Dokumentarfilm ist, dass es nicht nur eine Aneinanderreihung von Zeugenaussagen ist, was gut ist, weil es uns dazu bringt, Situationen und Vorurteile zu hinterfragen, die uns nicht bewusst sind und die wir durch Segregation unterstützen.

Aber er hilft uns auch, gemeinsam darüber nachzudenken, was wir tun können, um die aktuelle Realität der Schulen zu verändern. 

P.C.:— Welche Barrieren begegnen einem Kind mit einer Behinderung? Was sind die Probleme und was können wir tun, damit diese Inklusion realer wird? Sie sagten, dass dies bereits vor Gericht gelandet ist. Das Gesetz muss Grenzen haben, innerhalb derer es sich bewegt. Was sind die Hauptprobleme, auf die man stößt?

M.B.:— Es ist interessant, dass wir ein wenig über diesen rechtlichen Rahmen sprechen, wie Sie sagen, denn das Problem ist, dass das Gesetz nicht wirksam umgesetzt wird. Wenn wir von inklusiver Bildung sprechen, müssen wir berücksichtigen, dass es sich um ein Grundrecht handelt, das in der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 verankert ist. Oft scheint es, als sprächen wir von Inklusion, als wäre sie eine Modeerscheinung; sie wird für alles verwendet. Es stimmt, dass der Gebrauch des Wortes ‚Inklusion‘ etwas verzerrt wurde, der Inhalt wurde ausgehöhlt.

Deshalb ist es interessant zu sehen, dass dies weltweit und global schon seit vielen Jahren Anlass zur Sorge gibt. Einer der relevantesten Handlungsrahmen war die Erklärung von Salamanca, ich spreche hier von 1994. Darin wurde bereits über Inklusion gesprochen. Hunderte von Ländern und internationalen Organisationen setzten sich zusammen, um zu prüfen, was die Schule wirklich braucht. Welche Veränderung ist notwendig, damit sie für alle da ist, ohne jegliche Ausnahme? Andere internationale Organisationen legten den Fokus auf spezifische Gruppen. In diesem Fall haben wir zum Beispiel die UN-Behindertenrechtskonvention. Sie verpflichtet alle Länder dazu, diese inklusive Bildung umzusetzen. Sie verpflichtet sie dazu, alle notwendigen Anpassungen und Unterstützungsmaßnahmen zu treffen, um sie effektiv zu gestalten. Spanien hat sie 2008 ratifiziert. Das ist sehr wichtig, denn in Bezug auf die Menschenrechte besagt die Verfassung selbst, dass alles, was in Spanien ratifiziert wird, direkt Teil unserer Rechtsordnung ist. Wir sprechen also davon, dass Inklusion nichts Optionales ist, das einer Debatte oder Meinung unterliegt. Sie ist verpflichtend. 

P.C.:— Mercedes, Sie haben vorhin zum Beispiel das Down-Syndrom genannt. Muss ein Kind mit Down-Syndrom eine Sonderschule besuchen oder eine Regelschule mit Kindern, die kein Down-Syndrom haben? Was sagt dieser Rechtsrahmen dazu? 

M.B.:— Der rechtliche Rahmen besagt eindeutig, dass alle, ohne Ausnahme, zusammen sein müssen. Der Staat muss alle Ressourcen und Rahmenbedingungen bereitstellen, damit dies möglich ist. Wir müssen von einer sehr wichtigen Idee ausgehen: Wir alle sind gleich an Rechten, aber auch an Würde, und wir müssen jedem Einzelnen ermöglichen, er selbst zu sein. Dies ist einer der Punkte, die in der Schule nicht umgesetzt werden, wo aufgrund verschiedener Merkmale diskriminiert und segregiert wird, wie Sie sagen. Offensichtlich liegt das daran, dass in der Schule ein medizinisches Modell existiert, obwohl sie ein Raum für Lernen und Zusammenleben sein sollte. Wir haben die Vision, das Kind in den Mittelpunkt zu stellen, statt den therapeutischen Ansatz mit dem Ziel, es zu reparieren. Es herrscht die Vorstellung, dass Lernschwierigkeiten dadurch gemildert werden, dass man dem Kind das Etikett 'sonderpädagogischer Förderbedarf' aufdrückt. 

P.C.:— Tatsächlich gibt es Sonderschulen, die von der Verwaltung und der Junta de Andalucía mit deren vollem Segen gefördert werden. Ich kenne einige davon. Geschieht dies aus freier Wahl oder aus Zwang? 

M.B.:— Um diese Idee gab es viele Debatten und Täuschungen. Man hat geglaubt, dass die Familien die Wahl haben müssen. Natürlich, wenn Sie mich vor die Wahl stellen, mich für eine Schule zu entscheiden, in der es keine Ressourcen gibt und in der mein Kind tatsächlich keine Antwort auf das erhält, was es für den Zugang zum Lernen benötigt, dann wähle ich offensichtlich die Option, die mir versichert, dass es betreut wird. Aber die Rechte des Kindes werden dabei nicht respektiert. Die freie Wahl der Familie kann nicht über dem Recht des Kindes stehen, dabei zu sein, teilzuhaben und sich gemeinsam mit allen anderen zu bereichern. Sie kann nicht über seinem Recht auf ein gemeinsames Zusammenleben stehen. 

P.C.:— M.B.:— Ich habe keinerlei Zweifel. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Es gibt ein Kind mit Down-Syndrom, das eine Klasse besucht, in der die Lehrkraft auf eine, wie ich verstehe, etwas besondere Weise vorbereitet sein muss, um dem Kind mit seinem besonderen Bedarf gerecht zu werden. Später werde ich Sie auch nach den Mitschülern fragen, die das als Kinder sicher noch normaler aufnehmen, wenn das überhaupt möglich ist. Die Verantwortung der Lehrkraft bei ihrer Aufgabe der Wissensvermittlung und der persönlichen Bereicherung wird größer sein. Letztendlich sprechen wir über Bildung. Aber ich versetze mich in die Lage der Lehrkraft, die 23 Kinder ohne Down-Syndrom und dieses Kind unterrichten muss, das, wie Sie richtig sagen, einen inklusiven Raum verdient. Für die Lehrkraft wird das nicht einfach sein, oder? 

M.B.:— Natürlich ist es nicht einfach. Es geht nicht darum zu sagen: „Komm, wir stellen Ressourcen bereit und das war's“. Inklusion geschieht nicht automatisch; es reicht nicht aus, Maßnahmen oder Ressourcen bereitzustellen. Wir selbst benötigen ebenfalls einen Wandel – in unserem Blickwinkel, in unseren Vorurteilen und in dem, was wir bisher unter dem Umgang mit Menschen mit Behinderungen verstanden haben. Natürlich ist Fortbildung notwendig, aber auch der Wille und dieser Sinn für Menschlichkeit, wie ich bereits sagte, um ihre Würde zu respektieren. Es geht nicht darum, zu versuchen, dass alle den gleichen Weg gehen, denn so werden nicht allen Kindern die gleichen Chancen geboten. 

P.C.:— An welchem Punkt stehen wir jetzt? Wir haben uns von einer Situation, in der diese „kranken“ Kinder zu Hause versteckt wurden, zu einem ganz anderen Szenario entwickelt, das wissen Sie besser als ich. Haben wir eine Welt erreicht, die viel zugänglicher ist und allen gehört, in der wir ein Kind nicht mehr seltsam anschauen? Werden wir in dieser gesegneten Gesellschaft nach und nach menschlicher? An welchem Punkt befinden wir uns Ihrer Meinung nach, da Sie dies direkt vor Ort erleben? 

M.B.:— Wie ich schon sagte, sind die Gesetze das Problem. Das ist es, was wir immer wieder feststellen. Neben diesen sozialen Barrieren gibt es, wie du sagtest, einen Mangel an Ausbildung. Leider sehen wir in den Nachrichten immer noch Schlagzeilen über die ‚typische‘ Mutter, die Ressourcen benötigt und jedes Jahr darum betteln muss. Wir müssen bedenken, wie der Forscher und Pädagoge Francesco Tonucci sagt, dass wir, wenn wir an eine inklusive Schule denken, an eine großzügige Schule zu denken scheinen, in dem Sinne, dass sie vom guten Willen und den Gefälligkeiten abhängt, die einem Kind gewährt werden. Und nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Wie wir deutlich gemacht haben, gestützt auf einen rechtlichen Kontext, sprechen wir von Rechten. Und das Recht des Kindes ist es, dort zu sein. Aber es ist nicht so, wie du sagst: „Es wurden Fortschritte gemacht, weil das Gesetz existiert und die Kinder teilnehmen“. Im Moment findet eine Integration statt, was nicht dasselbe ist wie Inklusion. Das darf man nicht verwechseln.

Was wir brauchen, ist nicht, dass das Kind einfach nur anwesend ist oder an einigen kollektiven Aktivitäten teilnimmt. Es geht darum, dass das Kind sich wirklich einbezogen und beteiligt fühlt, dass es Teil dessen ist, was im Unterricht und im Alltag geschieht, dass es berücksichtigt wird. Und der einzige Weg, dies zu erreichen, besteht darin, die Identität des Kindes selbst zu stärken. Dass die Person, die Ressourcen und die Art und Weise, wie wir es tun, wertgeschätzt werden. Das ist etwas, das wir uns, wie ich bereits sagte, selbst fragen müssen. Das medizinische Modell legt den Fokus auf das Kind und geht davon aus, dass es repariert werden muss. Alle spezifischen Programme und Ressourcen werden individuell auf das Kind angewendet, wenn etwas fehlschlägt, weil wir uns offensichtlich darauf versteifen, das Kind anzupassen. Wir bestehen darauf, dass es denselben Weg gehen muss wie alle anderen. Und genau dann ‚scheitert‘ es.

Es gibt Einschränkungen. Wir konzentrieren uns nicht wirklich auf das Umfeld, den Kontext, die Barrieren, die methodische Strategie oder die Ressourcen. Oft sprechen wir von einem „Mangel an Ressourcen“, aber vielleicht setzen wir die Ressourcen falsch ein und sie sind nicht effizient. Wir können uns nicht immer damit herausreden, dass Inklusion aufgrund fehlender Ressourcen nicht möglich sei, denn, wie ich bereits sagte, Inklusion ist ein globaler Transformationsprozess. Er basiert nicht nur auf Ressourcen, sondern auf vielen Dingen, auf die wir Einfluss nehmen können. Wir können diese Transformation herbeiführen. 

P.C.:— Eine aktive Teilhabe haben. 

M.B.:— So ist es.

P.C.:— Und wie sieht es in Rota aus? Denn in Rota gibt es vier oder sechs Schulen, und es wird eine gewisse Anzahl an Kindern geben, die diesen Bedarf haben, weil sie sich in einer besonderen Situation befinden. Wie ist die Lage in Rota, reagieren wir oder nicht?  

P.C.:— Ich glaube, dass es in ganz Spanien Schulen gibt, in denen Leid herrscht. In dem Moment, in dem ein Kind in einem Klassenzimmer leidet, machen wir bereits etwas falsch. Das ist etwas, das uns meiner Meinung nach Sorgen bereiten sollte, denn wir betonen es immer wieder: Es gibt nicht viele engagierte Fachkräfte, die den Wandel wollen und etwas verändern möchten. Aber oft fühlen sie sich auch durch die Verwaltung selbst gebunden, die widersprüchliche Signale sendet. Einerseits wird Inklusion als Prinzip dargestellt, obwohl es in Wirklichkeit kein Prinzip ist, sondern ein Recht, das erfüllt werden muss. Vor allem brauchen wir mehr Unterstützung und das Bewusstsein dafür, dass es – wie Sie zu Beginn sagten – nicht um den Kampf einer spezifischen Gruppe geht, sondern um etwas, das uns als Gesellschaft angehen muss. Eine Behinderung kann jeden jederzeit betreffen oder auch nicht, aber wir müssen dafür kämpfen, dass bestimmte Bereiche abgedeckt sind. 

Wir müssen den Blick der Gesellschaft verändern. Menschen nicht auf eine Weise wahrnehmen, die Unterschiede mit Minderwertigkeit gleichsetzt. Etwas, das leider geschieht. Wenn man so denkt, werden die Antworten, die man gibt, immer ausgrenzend und diskriminierend sein. Das ist nicht unser Ziel. Wir kämpfen für die inklusive Schule. Wenn es uns gelingt, diesen Raum inklusiv zu gestalten, garantieren wir, dass die Gesellschaft in allen Bereichen einen Raum für Inklusion und echte Teilhabe aller hat. Ohne dass Gruppen von Menschen gezwungen sind, Dinge getrennt zu tun, die wir alle gemeinsam tun können. Wir können uns alle gemeinsam bereichern.

Kurz gesagt. Es gibt viel zu tun. Vor allem in Bezug auf das Bewusstsein, denn wir haben die soziale Barriere einer ableistischen Kultur geerbt. Genauso wie wir alle gemeinsam dafür kämpfen, den Sexismus auszurotten, Frauen und Männer Hand in Hand, weil Frauen so viele Jahre lang diskriminiert wurden, verhält es sich auch mit dem Ableismus. Der Prozess der Inklusion dauert viele Jahre. Du hast gefragt: „Wie läuft es in Rota?“ Nun, sehr langsam, das Leben vieler Kinder bleibt auf der Strecke. Viele Familien müssen vor Gericht ziehen und verlieren eine Menge Zeit, wie es Alejandro Calleja passiert ist. Es stimmt, dass ihm am Ende die UNO und die spanische Justiz recht gegeben haben, aber es gibt eine wirtschaftliche, emotionale und vor allem, wie Alejandro sagt, zeitliche Belastung. „Die ganze Zeit, die mein Sohn verloren hat, wer gibt ihm die zurück?“ Das ist die bittere Realität. 

P.C.:— Wie viele Menschen in Rota sind Teil von ‚Quererla es crearla‘? Wie viele Freiwillige gibt es bereits?

M.B.:— Im Moment bin ich das aktive Mitglied, obwohl es natürlich Menschen gibt, die diese Philosophie teilen und unterstützen. Wir sind dabei.

P.C.:— Sichtbar machen und das Mögliche tun. Das ist die Absicht, und wie wir vorhin sagten, nicht nur, weil es uns eines Tages selbst betreffen könnte. Wir sprechen zum Beispiel nicht nur über Krebs, weil es uns oder unsere Familie betrifft oder betroffen hat, sondern weil wir als Gesellschaft grundsätzlich so sein sollten. 

Mercedes, vielen herzlichen Dank. Viel Erfolg. Hier habt ihr ein Fenster, um euch zu erklären, wann immer ihr es für angemessen haltet. 

M.B.:— Noch eine Kleinigkeit. Nächste Woche haben wir einen zweitägigen Workshop in Barcelona. Er wird sehr intensiv. Es wird nicht nur ein Kongress sein, auf dem Fachleute Richtlinien vorgeben oder über Bildung oder Inklusion sprechen. Es wird eine gemeinschaftliche Arbeit sein, bei der Teams gebildet werden, um zu arbeiten und die Ergebnisse in unsere Regionen und Orte mitzunehmen, um dort mit der Bewusstseinsbildung und Sichtbarmachung zu beginnen. Mal sehen, ob wir uns anstrengen; wir müssen handeln und den Wandel herbeiführen.

P.C.:— Perfekt, wenn es Ihnen passt, machen wir nächste Woche einen Videoanruf. Wir notieren es uns in unseren Terminkalendern und Sie erzählen uns davon. Vielen herzlichen Dank und viel Erfolg. 

M.B.:— Vielen herzlichen Dank.

ConCiencia, Canal Sur

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[Vorläufige Transkription]

[Musik]
In diesem Programm sprechen wir viel über Astrophysik, über Biomedizin, wir sprechen über viele Bereiche der Wissenschaft, und heute werden wir uns mit einem sehr wichtigen beschäftigen. Es
Es handelt sich um ein Forschungsprojekt der Universität Málaga, in dessen Rahmen uns der Koordinator erläutern wird, wie die Wissenschaft zur Inklusion beitragen kann
von Menschen, beispielsweise in einer Situation mit Behinderung.
[Musik]
Guten Tag, Ignacio. Willkommen bei ConCiencia. Ignacio Calderón Almendros, Forscher und Professor an der Universität Málaga, wir werden über Theorie und Geschichte der Bildung sprechen. Aber keine Sorge, wir werden dies in einem wunderbaren Bereich tun, dem der
Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Bildung, in Schulen und Gymnasien. Willkommen bei Conciencia.
 
Vielen Dank, ein Projekt von
Forschung, die einen sehr
aufkommende Narrative über die Schule
inklusiv Was bedeutet das Nun
denn das bedeutet
dass wir schon vor langer Zeit erkannt haben
welchen Wert die Narrative haben, die
von
ausgehend von den einfachen Menschen und
einem Strom von Müttern, von Vätern, von
Schülerinnen und Schüler von Lehrkräften, die ohne
jegliche Art von Anspruch, äh, es schaffen
zu tun, äh
sehr starke Analysen, sehr
wertvoll, die uns dabei helfen können,
besser darüber nachzudenken, wie man die Schule
inklusiv Und das Forschungsprojekt
hat zum Ziel gehabt, all diese Narrative
wiederzugewinnen und
auch dazu beizutragen, dass diese Narrative
die oft individuell sind, eine
Mutter in ihrem Wissen über ihr Kind oder
ihre Tochter, die beginnt, die Realität
auf eine andere Weise zu sehen, als sie sie zuvor sah
sagen wir, dieser Ansatz, der ist
anfangs individuell haben wir versucht,
es kollektiver zu gestalten, sodass einige
Personen zu den
Narrativen anderer Menschen wert
Wir gehen von der Grundlage aus, dass es eine
Sensibilität
äh besonders dafür, dass wir in unsere
Bildung normalisieren, äh Jungen und Mädchen
äh zum Beispiel Down-Syndrom beginnt das
Projekt mit Down-Syndrom oder sprechen wir
von allen Arten von Behinderungen
aber in deinem Fall war deine Sensibilität äh
Down-Syndrom du hast einen Bruder mit Down-Syndrom
Syndrom das haben wir gemeinsam Ich
auch und du merkst, dass dein
um einen herum passt etwas nicht zusammen und als
Lehrkraft und Forschende/r beschließt man, eine
Forschungslinie zu eröffnen, um diese
Notwendigkeit der Gesellschaft und und und die du
in deinem Umfeld siehst mit äh dem, was sein könnte oder
sein sollte
Klar, diese Beziehung zum
Persönlichen ist es, die mir erlaubt,
die mir erlaubt, die Realität aus einer anderen
Art und Weise und ich treffe auch Leute
insbesondere meine Mutter, äh, die mir hilft
die Dinge anders zu betrachten, wenn ich sehe
meine Mutter hatte nie eine Schulbildung und
keinen Grundschulabschluss, sie konnte nicht zur Schule gehen. Die
ältere Schwester von vielen Geschwistern und
Schwestern und dennoch war das kein
Hindernis für sie, ein
Verständnis der Realität zu entwickeln, in der sie lebte
in diesem Fall mein Bruder auf eine sehr
tiefe
Art und Weise, ich habe meine Doktorarbeit über
diese Geschichte, sie hatte die These nicht, aber
machte immer weiter, nicht wahr, so ist es
so sie sie suchte mir mir alles das
Zeit fragte ich mich, ob sie
immer sehr interessiert, die Frage ist
dass dies ein Spiegel war, in dem
mich selbst zu betrachten und in dem ich erkannte, dass
es viele ganz normale Menschen gab
die, sagen wir, ohne jegliche
Der Anspruch verfügt über Analysemodelle, die
weit tiefer gehen als selbst die,
die wir erstellt haben, die wir durchgeführt haben
historisch gesehen haben Theoretiker
Akademiker, Forscher und wenn
wir uns das ansehen, habe ich anfangs
Ethnografie
suchte nach Lösungen
äh wir könnten die Antwort stark verbessern
die wir dazu brachten, die Schule zu verstehen
Realität und zu versuchen, sie zu verändern, du
der du diese Perspektive, diesen Blick hast
eh von der Schule Wie hat sie sich verändert Wie
hat hat sie sich entwickelt glaubst du, dass es einen
Moment gibt, in dem ein Sprung stattfindet
qualitativ in diesem Sinne Nun ja, es gibt
es gibt einen Moment
dass wir jetzt 30 Jahre seit dem
Salamanca-Erklärung, die ein großes
internationales Abkommen ist, um von dem
was bis zu diesem Zeitpunkt gewesen war, die
Integration in Inklusionsprozesse, in
denen verstanden wird, dass es die Schule ist,
die sich verändern muss, weil
die Menschen sind die richtigen dafür
für mich war es nicht nur für mich, sondern für
die Forschenden aus der ganzen Welt
war ein großer Meilenstein, bei dem sich sogar die
Regierungen dazu verpflichten, Schritte zu unternehmen,
damit es die Schulen sind, die sich
transformieren und in dieser Inklusion in diesem
Konzept der Inklusion Sagen wir, dass es sich nicht mehr
auf das konzentriert, was wir so genannt haben
Behinderung, sondern auf jede
Differenz, die von den Schulen
schlecht behandelt wird, Schulen, die die Systeme
Bildungseinrichtungen neigen dazu, zu homogenisieren und
auf einer Norm zu basieren, in die
du und ich sicherlich hineinpassten, ohne dass
zu viel Problem, aber unsere
Geschwister nicht, also äh die inklusive Bildung
zielt darauf ab, Verbesserungen zu erreichen für
alle Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung
insbesondere der Stimmen derjenigen,
die ausgeschlossen waren, Menschen in
Behinderungssituation, aber auch
Menschen mit geringen finanziellen Mitteln, meine Mutter zum
Beispiel, oder Menschen aus ländlichen Umgebungen oder
Personen
und
ausländische, kurz gesagt, euer Projekt der
Die Forschung umfasst diese gesamte Gruppe
Inklusive Bildung umfasst alle
Gruppen, äh, das Ding ist, dass es auch
wir können einen Blick auf die inklusive Bildung
aus der Perspektive einiger dieser Kollektive werfen,
denn das, was eine Person sagt, kann
dabei helfen, was andere sagen, sagen wir
die Unterdrückungsformen sind, die sich überschneiden in
der Schule verschiedene Arten von Unterdrückung
aber die alle Grundlagen haben
ähnliche und die in gewisser Weise alle
Sie müssen auf die
Tendenz zur Homogenität, die die
Schule hat, der Ursprung ist derselbe: nicht zu wissen,
wie man auf diese
Vielfalt und das Ziel ist es, die
Gesellschaft ist es, den Blick der
Gesellschaft zu verändern, nicht nur den der Bildungsgemeinschaft
nicht nur aus dem Bildungssektor, versteht sich
inklusive Bildung ist ein Projekt
zur Transformation der Schulen, aber das
Der Sinn der inklusiven Bildung besteht darin,
die Gesellschaft auf die gleiche Weise zu
verändern, wie die Bildung als Teil davon
der Gesellschaft zielt auch darauf ab
Veränderungen in dieser Gesellschaft zu bewirken
daher ist inklusive Bildung letztendlich
ist wie ein Werkzeug für eine
inklusive Gesellschaft und für die gesamte Arbeit
die wir leisten, und im Grunde ist es
was sich herauskristallisiert, sind Vorschläge
damit Menschen miteinander
interagieren können
wirklich mit anderen teilhaben
Gruppen, mit denen wir historisch gesehen
nicht so sehr
so in Beziehung gesetzt, dass wir die Dinge anders denken können
die Dinge anders zu betrachten, wie ich vorhin sagte, bei der
Inklusion geht es nicht darum, dass die Person
sich nicht an die Schule anpasst, sondern dass die
Schule sich an jene Person anpasst, die
historisch gesehen
ausgeschlossen, weil das Problem bei
denjenigen liegt, die wir historisch ausgeschlossen haben von
diesen Menschen, es ist egal, dass wir
wenn wir über Einwanderer sprechen, die wir
wenn wir über Menschen sprechen, die aufgrund
ihrer sexuellen Orientierung oder aus irgendeinem anderen Grund ausgegrenzt werden
ein weiterer Unterschied
und was wir ändern müssen, ist, wie wir
miteinander umgehen, es geht darum
wie wir es schaffen,
unsere Beziehungen zu verändern und
diese Botschaft zu verbreiten, um zu helfen,
verbreiten, um das zu tun, was wir
jetzt sichtbar machen, ihr habt nicht
das Projekt auch in Richtung des
audiovisuell, nicht hin zum Kraftvollen einer
Geschichte, die mit Bildern und mit äh
Zeugenaussagen erzählt wird, die wir hier hinter uns sehen
ein Dokumentarfilm, erzählen Sie uns, was das
Dokumentarfilm war eines der
Werkzeuge, die das Projekt sehen
beginnt ausgehend von diesen Narrativen
die entstehen, nicht davon, was die
Leute erzählen, aber nach und nach äh ist es nicht nur das
was die Leute denken, sondern dass das Projekt
allmählich erkennt, sagen wir, wir erkennen
allmählich, dass, wenn die Leute
Menschen bauen, sprechen und beteiligen sich an
der Forschung
beginnen Sie mit der Bürgerwissenschaft
Es geht also nicht mehr nur um das, was
die Menschen denken, sagen wir, die Konstruktionen
und Analysen, sondern es sind auch
die Emotionen, die hervorgerufen werden und die sich
verwandeln, und auch die Handlungen, die die
Menschen wollen den Dokumentarfilm machen, was
geht es darum, etwas zu erzählen, das geschehen ist und das
aus einem Forschungsprojekt hervorgeht
eine soziale Bewegung, die
getragen von den Menschen, von den Menschen
wie du und ich, die Schülerinnen und Schüler sind, die
Fachkräfte sind, die Familien sind
die eine ausgrenzende Schule erlebt haben
aber eine Schule aufbauen wollen
die inklusiv ist, wie sie heißt und wo
wir können es sehen, es nennt sich die Bewegung
die man Quererla es crearla nennt und
bezieht sich auf
dass heutzutage jeder sagt, dass er
inklusive Bildung will
Aber sie haben erkannt, dass
dass das nicht funktionieren würde
wenn wir nicht selbst anfangen, sie zu verwirklichen
Wenn du sie also willst, musst du
sie zu erschaffen, nicht weil sie nicht existiert, sondern weil sie noch
erschaffen werden muss. Es gibt eine Webseite, es gibt eine Webseite
die man unter 'quererla es crearla' finden kann
erstellen Sie es bei Google und es gibt kein Problem
es heißt Creemos Educación Inclusiva wie und
dort sind sowohl die Erkenntnisse, die
haben neben diesen
Erkenntnissen
wie viele der Aktionen, die im Laufe der Zeit
wobei sich all diese Menschen entwickeln und
um den Dokumentarfilm zu sehen, der Dokumentarfilm
ist momentan nicht zugänglich, bald wird er
wird es geben, aber im Moment ist es nicht geöffnet
aber es ist möglich, einen
Gruppenausweis zu beantragen, weil wir wollten, dass
sollen es die Gemeinschaften sein, die den
Dokumentarfilm sehen und ihn anschließend G
meinsam erklären und darüber diskutieren
dialogen, ja, perfekt, Ignacio, und was
wird mit all diesem Wissen gemacht, das ihr
generiert, äh, nach den Debatten, den
Reflexionen, die gemeinsamen Austauschrunden, die
Erfahrungen, es wird eine Art von
Werkzeug für die Bildungsgemeinschaft generiert, das
uns jetzt gerade zuschaut und umsetzen
möchte oder ihre Praktiken verbessern möchte, äh was
kann man tun? Nun
und wir haben Geschichten gesammelt
Geschichten, wahrhaftig Geschichten, die
persönlich sind, diese Geschichten haben versucht
wir haben versucht, uns miteinander zu verflechten
[Musik]
und es ist ein gemeinsamer Boden vieler Mütter
zum Beispiel oder viele Schülerinnen und Schüler, die
ihre Schulzeit auf eine
Art und Weise erlebt haben
traumatisch ist, ermöglicht es anderen
Menschen, sich wieder im Spiegel
dieser Erfahrungen zu betrachten. Und das
bedeutet, dass wir uns nicht mehr an dem
Punkt befinden, an dem wir begonnen haben, aber mit Geschichte, oder
anders gesagt, Geschichte zu schreiben, ist etwas
grundlegend für das Projekt und danach
all die Menschen, die daran mitgewirkt haben
Geschichte und kollektive Wissenschaft haben ebenfalls
haben Vorschläge entwickelt, eh
praktische Vorschläge für die
Schulen, zum Beispiel haben sie geschaffen
Leitfäden, die sozusagen Schritt für Schritt sind
Leitfäden, die es anderen Gemeinschaften ermöglichen
ihre eigenen, ihre eigenen zu entwickeln
Vorschläge für eine Schule in Almachar
hier in der Region Axarquía in
Málaga, die eine Erfahrung von
partizipative Aktionsforschung
unter Einbeziehung aller
Gemeinschaft, die nach der Durchführung
ihren gesamten
Prozess erzählt sie und berichtet, welche
Schritte sie entwickelt haben
sodass andere Schulen diesen
Schritt, diesen Schritt-für-Schritt-Prozess, oder die Gruppe von
Schülerinnen und Schülern, die einen Leitfaden für
anderen Schülerinnen und Schülern, sodass jede
Schülerin und jeder Schüler an der eigenen Schule
ein eigenes Projekt starten kann und all das
ist in Quererla es crearla widergespiegelt
all das befindet sich auf der Website, genau wie
ein Leitfaden für Beratungslehrkräfte und
Beraterinnen und Berater ein Leitfaden des Dissenses
ein Leitfaden, den eine Gruppe von
Müttern erstellt hat, die gesagt haben, dass der Wandel
soziale Veränderung entsteht nicht durch Konsens, sondern
durch Menschen, die gesagt haben: Das
gefällt mir nicht. Und dann haben sie erzählt
wie sie es getan haben, um zu zeigen
in der Schule, dass es Dinge gibt, die wir
normalisiert haben, die aber keineswegs normal sind
weder normal noch korrekt ist ein Projekt der
Forschung, das nicht gerade erst entsteht
sondern sehr gefestigt ist und das über
Auszeichnungen, sogar auf internationaler Ebene
stimmt, ja, äh, letztes Jahr hat er/sie einen
Preis bekommen, er/sie hat einen Preis bekommen, äh, von der von der
die American Educational Research Association
Bildung in der Vereinigung von
Forschenden mehr
Großen der Welt, äh, wir sind hingefahren, um ihn in
Chicago abzuholen, und dort
haben sie insbesondere eine Gruppe von
Schülerinnen und Schüler, die eine Gruppe der ESO von
Sekundarschülerinnen und -schüler
die nicht
nicht bloß erforscht werden, sondern Teil der
Forschenden sind, sagen wir, einer der
Fortschritte des Projekts von
Forschung bedeutet, dass wir nicht über
Menschen forschen, sondern mit den
Menschen, und die Menschen, äh, in diesem Fall das
eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern ist eine Gruppe von
Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Orten in
Spanien, in denen sich viele der
jene Unterdrückungen, von denen wir zuvor
von denen wir zuvor sprachen, wie sie das tun
erkläre uns, wie ist äh nun das
Der Prozess war wunderschön, es war ein Jahr der
Analyse ihrer eigenen Erfahrungen
indem sie ihre eigenen
Erfahrungen all das
wurde aufgezeichnet
und einmal dachten sie über ihre
eigene Erfahrungen war der Vorschlag
Nun, wir machen einen Leitfaden. Warum machen wir nicht
einen Leitfaden, in dem ihr
erklärte, helft anderen
Schülerinnen und Schülern dabei, Schulen
inklusiv zu gestalten, denn das ist keine Frage
der Lehrkräfte ist nur eine Frage der
gesamten Gemeinschaft, dann machten sie eine
Anleitung durch die Analyse, die sie und
sie machten aus dem, was sie zuvor
in all diesen Gesprächen gesagt hatten,
die sie über ihre
Erfahrungen ihre Erfahrungen konnten sein
des Genusses oder des oder des Öffnens
Frustration
Gewalt, Langeweile, kurz gesagt
dass sie über all das sprachen, und das
war der Rohstoff für ihr eigenes
Analyse, um zum Schluss zu kommen, ist bereits erfolgt
im Anschluss das sehr interessante Interview
angesichts des Themas und natürlich grundlegend
was ihr tut, wie es den Sprung schafft
international, das Projekt, du erzählst mir von
Chicago, von Preisen, äh, die es erhalten hat in
verschiedenen Teilen der Welt glaube ich auch
dass es in Argentinien ausgezeichnet wurde, nun
jetzt jetzt äh gehen wir
diese Gruppe von Schülerinnen und Schülern wird
das Projekt bei der UNO vorstellen, nachdem sie
ebenfalls einen weltweiten Preis erhalten haben
Down-Syndrom, aber es gibt nur eine
Person in der Gruppe in der Gruppe von
Schülerinnen und Schülern gibt es nur eine Person mit
Down-Syndrom das zu fragen gibt es
jemand mit Behinderung eine einzige
Person mit Down-Syndrom es gibt mehr
Menschen mit Behinderungen
aber
und was er damit sagen will, ist, dass dieser Preis
ist eine Unterstützung für die Logik der
Inklusion, die nicht einer Person gilt, sondern
einer Gemeinschaft, die lernt, zusammenzuleben UND
also äh Jetzt werden sie ein wenig diese Geschichte erzählen
Wie sie gelernt haben zusammenzuleben
zu lernen, sie haben gelernt
zu lernen
zusammen Wie interessant, Ignacio, äh
Vielen herzlichen Dank, dass Sie heute hier sind bei
Bewusstsein, ich hoffe, bald mit dir zu sprechen
und dass du mir weiterhin erzählst, wie
es sich entwickelt. Und natürlich danke für das
was ihr tut, nun, nicht nur im Namen
der wissenschaftlichen Verbreitung, sondern auch
der Familien, jener Mütter, die
alles erreichen können und von unseren Geschwistern und
denen, die uns umgeben, die brauchen, dass
Forschende und dass die Wissenschaft auch
helfen Sie dabei, dass das, was gut zu sein scheint,
und nicht so gut ist, auf den Tisch
gebracht wird, vielen Dank
Vielen Dank, das war es für heute mit unserem Programm
aber in 7 Tagen sind wir wieder im
öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Andalusien
Bewusstsein, um ihnen alles zu erzählen, was
unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
tun, nicht uns
[Musik]

Contigo, pero no..., RTVE

Sendung 'De seda y hierro: Contigo, pero no sin mí', auf RTVE play.
Screenshot

(Musik)

Audiodeskription [AD]. Intro des Programms De seda y Hierro , von RTVE.

Aufnahme von Raúl Aguirre, wie er durch eine natürliche Umgebung geht. Er geht zu einem Hühnerstall, wo er Eier einsammelt und sie vorsichtig in einen Metallkorb legt.

Raúl Aguirre - R.A.:— Ich kämpfe für die verschiedenen Rechte, damit man uns zuhört, damit man uns eine Stimme gibt, damit man uns respektiert. Für ein würdevolles Leben.

(Wendet sich an die Hühner) Kommt schon…

Audiodeskription [AD]:— Aus dem Inneren eines Zimmers spricht Myriam Arnáiz auf einem Balkon mit ihrem Hund Carrie. Myriam benutzt eine Greifhilfe, um ihm das Futter zu geben, und beobachtet ihn dann.

M.A.:— (Wendet sich an Carrie) Wer wird dir zu essen geben? Die Mama, nicht wahr? Komm. Komm, Karim.

M.A. (Originalfassung):— Wenn man mich vor zwei Jahren gefragt hätte, ob ich meinen Traum verwirklicht habe, hätte ich mit Nein geantwortet. Aber heute, zum jetzigen Zeitpunkt, würde ich Ja sagen. Es hat mich viel Arbeit und viel Mühe gekostet, und ich bin sehr stolz auf all die kleinen Schritte, die ich gemacht habe.

(Musik)

Audiodeskription [AD]:— Raúl füttert die Hühner. Seine Mutter, Concha Casasnovas, betritt den Hühnerstall.

Concha Casasnovas (C.C.):— (Wendet sich an die Hühner) Mädels, wir gehen rein.

(Wendet sich an ihren Sohn) Hallo, Raúl, wie geht es dir?

R.A.:— Guten Tag, Mama.

C.C.:— Wie geht es dir, mein Sohn? Da bist du ja schon, du bist heute aber früh dran, oder?

R.A.:— Ja, weil ich sehen musste, wie viele Eier da sind.

C.C.:— Sehr gut, und was noch? Hast du heute Nachmittag auch etwas vor?

R.A.:— Ja. Ich werde (Raúl gebärdet das Wort 'arbeiten') arbeiten.

C.C.:— Ah, okay.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Concha sprechen weiter, ohne dass man sie hören kann.

R.A. (Originalton):— Ich lebe auf dem Land, in meinem Haus.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Raúl.

R.A.:— Ich führe seit vier Jahren ein Projekt für ein unabhängiges Leben.

Audiodeskription [AD]: Concha Casasnovas und José Luis Aguirre, die Eltern von Raúl, bei sich zu Hause.

C.C.:— Raúl ist das zweite unserer Kinder. Ab dem Alter von dreieinhalb Jahren begann er mit einem epileptischen Anfallsproblem, das unsere gesamte Familie unglaublich erschüttert hat.

Wir gingen von Neurologen zu Neurologen und wurden schließlich nach Marseille in die Klinik von Dr. Gastaut geschickt, wo man feststellte, dass seine Krankheit ein Lennox-Gastaut-Syndrom war.

Die Diagnose war ein riesiger Schock und gleichzeitig war es absolut befreiend, zu wissen, was los war.

(Hühnergeräusche)

Audiodeskription [AD]: Raúl und seine Mutter zusammen beim Füttern und Versorgen der Hühner

C.C. (Originalfassung):— Er kam während der Pandemie hierher, weil wir ihn zu uns geholt haben.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Concha.

C. C.:— Er lebte zu diesem Zeitpunkt in einer betreuten Wohngruppe, sah ein leerstehendes Haus und fing an zu sagen, dass er dort leben wolle, und wir glaubten ihm nicht.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme eines Dorfhauses mit weißer Fassade und Ziegeldach. Neben der Eingangstür befindet sich ein Schild mit der Aufschrift „La casa mía“ (Mein Haus), daneben eine Illustration, ein Werk von Raúl.

Anschließend kommen Raúl und Concha aus dem Hühnerstall und gehen Arm in Arm.

Nahaufnahme von José Luis.

José Luis Aguirre (JO.A):— Das Gefühl, das es in uns – zumindest in mir – geweckt hat, ist, dass der enorme Schutz, den er 18 oder 20 Jahre lang genossen hatte, zu bröckeln begann und er anfangen müsste, Probleme auf seine eigene Weise zu bewältigen.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Concha gehen Arm in Arm.

C.C.:— Na gut, Kleines, dann bleibe ich jetzt zu Hause. Gehst du zu dir?

R.A.— Ich gehe, ja, Mama.

C.C.:— Komm schon.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Concha verabschieden sich. Concha nimmt den Eierkorb und geht nach Hause.

C.C.:— Ich kümmere mich um Ismaels Eier, oder?

R.A.— Okay, ja.

C.C.:— Kommen Sie.

R.A.— Tschüss, Mama.

C.C.:— Tschüss, bis später, mein Sohn.

R.A.— Auf Wiedersehen.

(Musik)

Audiodeskription [AD]: Raúl geht weg, nachdem er sich von seiner Mutter verabschiedet hat. Concha dreht sich um, um ihm nachzusehen, bevor sie das Haus betritt.

Anschließend eine Nahaufnahme von Concha und José Luis.

C.C.:— Die persönliche Assistenz war bei den Schritten, die er/sie bisher gemacht hat und auch weiterhin machen wird, absolut unverzichtbar.

Audiodeskription [AD]: Während das Lied 'A Mi Manera' spielt, folgt die Kamera Raúl, wie er nach Hause geht und das Haus betritt. Das Lied läuft weiter, während Myriam Arnáiz, in einem Rollstuhl sitzend, in den Spiegel schaut und sich intensiv roten Lippenstift aufträgt. Nachdem sie sich geschminkt hat, lächelt Myriam, als sie sich im Spiegel betrachtet (subjektive Wahrnehmung).

🎵

'Zu leben, immer zu leben, ich werde es gelassen angehen.' 'Ich war schon immer so, das sage ich dir aufrichtig.' 'Die Intensität leben und ich habe niemals Grenzen gefunden,' 'und all das war auf meine Weise.'

🎵

Myriam Arnáiz - (M.A.):— Ich komme aus Sevilla, lebe aber derzeit in Madrid in einer Mietwohnung, habe mir aber gerade eine eigene Wohnung gekauft. Ich freue mich sehr darauf, dort mein Projekt eines unabhängigen Lebens beginnen zu können, vor allem zusammen mit meinem kleinen Hund Carrie.

Audiodeskription [AD]:— Myriam tätschelt und küsst ihren Hund Carrie. Dann öffnet sie einen ihrer Schränke und nimmt mit einer Greifhilfe Schuhe aus den unteren Schubladen.

M.A.:— Ich nenne mich selbst „die Madonna der Behinderung“, weil ich glaube, dass ich gute Arbeit leiste, um ein unabhängiges Leben sichtbar zu machen und die Rechte von Menschen mit Behinderungen sichtbar zu machen.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Ich habe eine körperliche Behinderung, eine diastrophische Dysplasie, eine muskuloskelettale Behinderung, die, nun ja, vor allem die Muskeln und Knochen der oberen und unteren Gliedmaßen betrifft. (Musik) Audiodeskription [AD]: Myriam befindet sich in einer Küche, die gerade genug Platz bietet, damit ihr Rollstuhl sich drehen kann. Sie stellt die Höhe ihres Stuhls so ein, dass sie auf gleicher Höhe mit der Arbeitsplatte ist, und nimmt mit etwas Mühe aufgrund des begrenzten Platzes eine Tasse, um sich einen Kaffee zuzubereiten.

M.A. (Originalton):— Eine persönliche Assistenz ist die menschliche Unterstützung, die für Menschen mit Behinderungen jene Aufgaben übernimmt oder dabei hilft, sie zu erledigen, die wir nicht selbst ausführen können oder deren Durchführung für uns tatsächlich schwierig ist.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Derzeit habe ich keine persönliche Assistenz, denn leider befinden wir uns in einer aktuellen Situation, in der es ein Wunder ist, über das Gesetz Zugang zu diesem Dienst zu erhalten.

Im Moment habe ich eine Haushaltshilfe, die eine Stunde am Tag kommt, und mit dieser Haushaltshilfe kann ich nicht… nun ja, genießen… ich kann nicht die Leichtigkeit haben, mein tägliches Leben außerhalb meines gewohnten Umfelds, also meiner Wohnung, zu gestalten.

(Musik)

Audiodeskription [AD]: In der Ferne, umgeben von Natur, spazieren Raúl und Sacha Novalbos durch das Feld.

Sacha Novalbos - (S.N.):— Wie war dein Wochenende, Raulete? Wir haben uns ja gar nicht gesehen.

R.A.:— Gut, Sacha.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Ich bin Sacha und ich bin Raúls persönlicher Assistent.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha unterhalten sich, während sie durch das Feld spazieren.

R.A.:— Nun, beim Wegmachen der Häufchen…

S.N.:— … von den Hühnern?

R.A.:— Ja.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Ich arbeite nun seit sechseinhalb, sieben Jahren mit Raúl zusammen. Die meiste Unterstützung benötigt er bei den Aktivitäten des täglichen Lebens, aber wir decken auch eine Vielzahl anderer Bereiche ab. Den sozialen Bereich, das Familienleben, wenn er einen Konflikt hat oder ein Abendessen für sie zubereiten möchte, zählt er ebenfalls auf mich.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha unterhalten sich in Raúls Küche. An einer Wand in der Nähe hängt eine Tafel voller Terminkalender, Notizen und Erinnerungen.

S.N.:— Wirst du heute irgendeine Unterstützung benötigen?

R.A.:— Ja, Sacha.

S.N.:— Erzähl mir.

R.A.:— Du musst mir helfen, ein Kartoffelomelett zuzubereiten.

S.N.:— Natürlich! Sollen wir es notieren?

R.A.:— Okay, ja. S.N.:— Hast du die Zutaten? R.A.:— Ja, Sacha.

S.N.:— Na dann los, fangen wir an.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Raúl und ich verbringen zwanzig Stunden pro Woche zusammen, vier Stunden am Tag, von Montag bis Donnerstag. Er ist mein Chef, und am Ende läuft es ein wenig so, wie er es verlangt. Oder dort, wo er die größten Defizite hat, fordert er Unterstützung an.

Audiodeskription [AD]: Gesamtansicht eines Viehtrogs oder Ähnlichem.

S.N. (Originalfassung):— Sie bittet vor allem um Werkzeuge, um Aktivitäten individueller und autonomer durchführen zu können. Kochpläne, Rezepte lernen, Gebärdensprache…

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha spazieren durch den leeren Futterplatz.

S.N.:— Gibt es dieses Jahr viele Nester?

R.A.:— Ja.

S.N.:— Ja? Und das Nest, das dort ist, der Vogel, der sich immer dort hinsetzt?

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Ich arbeite sehr gerne mit Raúl zusammen, weil die Arbeit am Ende sehr unkompliziert ist. Da wir schon so viele Jahre zusammenarbeiten, so großes Vertrauen haben und uns so gut kennen, wird die Arbeit die meiste Zeit über sehr einfach.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha spazieren durch den Futterplatz.

S.N.:— Wie hieß er?

Audiodeskription [AD]: Raúl antwortet Sacha in Gebärdensprache. Sacha nickt.

S.N.:— Ich erinnere mich nicht. Und wie war der Name?

Audiodeskription [AD]: Raúl buchstabiert den Namen im Fingeralphabet.

S.N.:— Wie bitte? Cernica… Turmfalke, stimmt, daran habe ich mich nicht erinnert.

Audiodeskription [AD]: Raúl klatscht und hebt dabei die Hände.

S.N.:— Bravo!

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Wir beide freuen uns sehr, wenn er Ziele erreicht, wenn er kocht, wenn wir Gebärdensprache lernen und sehen, dass wir uns bereits unterhalten können. Das ist der Moment, in dem ich diese Verbindung zu Raúl spüre.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha spazieren am Futterplatz entlang.

S.N.:— Sehr cool. Wir gehen mal nach draußen und schauen, ob es dort noch mehr Nester gibt.

(Es ertönt Nana Triste , von Natalia Lacunza)

🎵

Nelken in deinem Haar, das Tattoo auf deiner Haut.

🎵

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Es ist eine schlecht bezahlte Arbeit. Wir haben keinen anerkannten Abschluss als persönliche Assistenz, wir haben keine spezifische Ausbildung für persönliche Assistenz. Und ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist, dass wir Fachkräfte ein wenig umsorgt werden und dass uns Werkzeuge oder Ressourcen an die Hand gegeben werden, damit wir auch an unserem emotionalen und psychologischen Wohlbefinden arbeiten können.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha unterhalten sich an einem Holztisch sitzend.

R.A.:— Ich… gebe Sacha… eine… Zehn.

Audiodeskription [AD]: Sacha nickt lächelnd und streichelt ihre Hand.

(Musik)

Audiodeskription [AD]: Myriam überquert einen Park auf einem Holzweg. Zu sehen ist die Rückansicht ihres Rollstuhls, der einen Aufkleber mit der Aufschrift 'No llores, Juanita' trägt. Anschließend betritt Myriam die Büros von PREDIF und begrüßt ihre Kolleginnen.

M.A.:— Guten Morgen.

Stimmen im Einklang: —Guten Morgen!

Audiodeskription [AD]: Myriam begrüßt eine Kollegin, die aufsteht, um sie zu küssen.

Kollegin 1:— Wie geht es dir, meine Liebe? Wie war dein Wochenende?

M.A.:— Gut, gut.

Audiodeskription [AD]: Während Myriam durch den Raum geht, nähert sich Gema Campos, Leiterin des Wirtschaftsbereichs von PREDIF, ihr und begrüßt sie.

Gema Campos - (G.C.):— Wie geht es dir? Wie geht es dir, Carrie?

M.A.:— Sehr gut, schon besser.

G.C.:— Soll ich dir den Computer oder das Tablet herausholen?

M.A.:— Ja, bitte, den Laptop, das Tablet und das Ladegerät, bitte.

G.C.:— Hast du Essen mitgebracht?

M.A.:— Ja.

G.C.:— Muss sie gesenkt werden?

M.A.:— Ja.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Derzeit arbeite ich bei einer NGO, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Meine Arbeit besteht insbesondere darin, das Recht auf ein unabhängiges Leben und die Rolle der persönlichen Assistenz zu fördern und bekannt zu machen. Es ist ein Menschenrecht.

Audiodeskription [AD]: Myriam ist konzentriert bei der Arbeit an ihrem Bürocomputer.

M.A.:— Es ist ein Recht, das uns Menschen mit Behinderungen zusteht und das in der UN-Behindertenrechtskonvention anerkannt ist.

Und darüber hinaus wird dies spezifisch in Artikel 19 genannt, der besagt, dass wir Menschen mit Behinderungen das Recht haben, unabhängig zu leben und unter gleichen Bedingungen wie der Rest der Bürgerschaft in die Gemeinschaft einbezogen zu werden.

Audiodeskription [AD]: Myriam arbeitet und unterhält sich mit ihren Kolleginnen. Anschließend essen sie gemeinsam während ihrer Arbeitspause.

(Musik)

M.A.:— Was hast du mitgebracht?

Kollegin 3:— Reis mit Edelreizkern.

M.A.:— Oh, wie schön!

Kollegin 3:— Das stimmt allerdings.

M.A.:— Hast du das selbst gemacht?

Kollegin 3:— Ja, das hat mir meine Mama beigebracht.

Audiodeskription [AD]: Eine Mitschülerin reicht Myriam am Tisch einen Teller mit Essen.

G.C.:— Nun, du hast das Geld.

M.A.:— Danke.

G.C.:— Das sieht sehr gut aus, oder?

M.A.:— Ja, nun, mal sehen, es ist wie immer. Ich würde schon gerne sehen können, was drin ist, das zu können, aber ich weiß auch nicht... am Ende bestelle ich doch nach Hause. Weil ich keine Zeit habe, ich bin gestresst. Ich habe keine Zeit zu duschen, mich fertig zu machen, Essen zu kochen, alles in einer Stunde. Es ist frustrierend, aber nun ja.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Sachas Händen, während sie in einer kleinen Metallbox in Papieren kramt.

S.N.:— Mal sehen, Raúl, du musst diese kleinen Umschläge noch bezahlen.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha unterhalten sich, während sie auf einem Bett sitzen. Sacha hält die Metallschachtel in den Händen.

S.N.:— Die für Strom und die für Lebensmittel, wir müssen einkaufen gehen. Hast du da Nudeln?

R.A.:— Ja.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Raúls Händen, wie er die Umschläge entgegennimmt, die Sacha ihm reicht.

S.N.:— Wie viel ist es für den Strom?

A.: — Zwanzig.

S.N.:— Mal sehen, ob du für alles Geld hast.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von José Luis Aguirre.

JO.A.:— Sacha arbeitet sozusagen auf der Grundlage von Gleichheit. Denn der Umgang mit Raúl ist von der völligen Akzeptanz Raúls als Person geprägt, so wie er ist, nicht so, wie man ihn haben möchte. Er hat mich sehr viel gelehrt, denn von diesem Punkt aus lassen sich Dinge erreichen.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von José Luis und Concha.

JO.A.:— Außerdem, mit Zuneigung, Respekt und mit der nötigen Ruhe, oder?

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Raúls Händen auf einem Heft, in dem die verschiedenen Münzkombinationen gezeichnet sind, die zusammen einen Euro ergeben.

S.N.:— Und für das Essen von…

R.A.:— Sechs Euro.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme der Metallbox, in der Raúl die Quittungen und das Geld aufbewahrt.

S.N.:— Diesen hier kannst du zum Einkaufen mitnehmen, oder? Und diesen lassen wir hier, damit du den Strom bezahlen kannst.

R. A.:— In Ordnung.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Concha.

C.C.:— Manchmal erzeugt die Überbehütung, zu der wir Eltern neigen, bei ihm viel Ablehnung. Und tatsächlich benennt er es auf eine sehr schöne Weise. Er sagt, dass er Unterstützung mag, aber Hilfe nicht mag.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha in der Küche. Raúl bereitet sich darauf vor, ein Kartoffelomelett zu machen.

S.N.:— Nun, welche Zutaten brauchst du für das Omelett?

R.A.:— Die Kartoffeln.

S.N.:— Ja.

R.A.:— Die Eier. Die Pfanne.

S.N.:— Und ein kleines bisschen…

R.A.:— Ausgang.

(Musik)

Audiodeskription [AD]: Detailaufnahme von Raúl, wie er Kartoffeln schält. Anschließend ist Myrian zu sehen, wie sie eine Person in ihrem Büro bei 'Impulsa Igualdad' betreut.

M.A.:— Guten Morgen, David, wie geht es dir?

David:— Hallo, guten Tag, sehr gut. Hier sind wir.

M.A.:— Erzähl mir, wie kann ich dir helfen?

David:— Nun, ich bin gerade in Madrid angekommen, weil ich weiter studieren möchte. Ich werde einen Master machen und ehrlich gesagt werde ich ziemlich viel Unterstützung brauchen.

M.A.:— Erzähl mir, welche Art von Unterstützung brauchst du, David?

David:— Nun, siehst du, zu Hause brauche ich Hilfe beim Anziehen, bei der Körperpflege und vor allem auch bei der Hausarbeit, wie beim Bügeln, Kochen… Es ist sehr hilfreich für mich, Unterstützung bei Bankgeschäften oder beim Einkaufen zu haben.

M.A.:— Ich glaube, nach dem, was du mir erzählst, ist das, was am besten zu dem passt, was du mir sagst, die Figur der persönlichen Assistenz. Ich erkläre es dir.

Über Impulsa Igualdad kannst du persönliche Assistenz entweder über das Pflegegesetz oder privat in Anspruch nehmen.

David:— Wenn ich mich entscheide, die Assistenz selbst zu beauftragen, kann ich dann die Person auswählen, die sich darum kümmert, und so weiter?

M.A.:— Genau, David, der große Vorteil der persönlichen Assistenz ist, dass du alles selbst bestimmst, das heißt, du wählst die persönliche Assistenz aus, du bestimmst die Zeiten, die Aktivitäten und sogar das Geschlecht der persönlichen Assistenz.

David:— Also, von mir aus, auf geht's!

M.A.:— Großartig.

David:— Perfekt.

Audiodeskription [AD]:— Detailaufnahme von Raúl, wie er ein Ei aufschlägt und in einer Schüssel verquirlt. Danach eine Nahaufnahme von Sacha.

S.N.:— Raúl ist ein sehr künstlerischer Mensch, er setzt sich sehr für seine Rechte und die Rechte anderer ein. Er ist sehr liebevoll, sehr respektvoll, besitzt ein hohes Maß an Empathie und ist ein wunderbarer Mensch.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha in der Küche. Raúl schaltet den Herd ein.

S.N.:— Unter welcher Nummer werden Sie es veröffentlichen?

R.A.:— Um sechs.

S.N.:— Alles klar. Dann schau es dir dort genau an. Perfekt. Wenn du Unterstützung brauchst, rufst du mich an, einverstanden?

R.A.:— Alles klar, Sacha.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von José Luis.

JO.A.:— Raúl weckt eine ganz andere Energie, als wir es normalerweise gewohnt sind. Wie er selbst sagt, bringt er die Herzen aller Menschen, mit denen er zu tun hat, zum Lächeln. Das ist ein Satz, den er schon seit seiner Kindheit verwendet, selbst als er ziemlich krank war.

C.C.:— Sein erfundener Satz lautete: „Ich liebe dich sehr“. Und wenn man ihn fragte, was für ihn Glück sei, sagte er: „Na ja, dass dein Herz lacht“. Das hatte ich vergessen, ja, sehr schön.

Audiodeskription [AD]: Concha und José Luis sind bewegt, wenn sie sich an diese Worte erinnern (subjektive Einschätzung).

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sacha in der Küche. Raúl singt, während er das Omelett in der Pfanne wendet.

M.A.:— Komm schon, sehr gut. Jetzt ganz langsam, damit du dich nicht verbrennst, das weißt du ja.

Audiodeskription [AD]: Raúl stürzt das Kartoffelomelett aus der Pfanne auf einen Teller.

M.A.:— Da ist es! Darf ich es sehen? Ein riesiges Omelett, Raúl. Glückwunsch! Großartig.

Audiodeskription [AD]: Raúl und Sachan klatschen ab.

R.A.:— Danke, Sacha.

Audiodeskription [AD]: Myriam spielt mit Carrie, ihrem Hund. Im Anschluss sind Familienfotos zu sehen.

(Musik)

M.A. (Originalton):— Ich bin 36 Jahre alt. Ich bin die Jüngste von drei Geschwistern. Der Älteste heißt Juanma. Er hat ebenfalls eine Behinderung, dieselbe wie ich. Und dann ist da mein Bruder Frank, der mittlere. Er hat keine Behinderung. Und ja, ich bin ihnen sehr verbunden. Ich habe wirklich großes Glück, zwei Brüder zu haben. Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt und respektiert.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Meine Mutter ist vor kurzem, erst vor wenigen Monaten, verstorben. María del Carmen, Maica für Freunde. Sie hat nie daran gezweifelt, was ich alles erreichen könnte.

Audiodeskription [AD]: Myriam steht vom Bett auf und setzt sich in ihren Rollstuhl, der daneben steht. Carrie, ihr Hund, ist an ihrer Seite.

M.A.:— Es war leicht, in Überbehütung zu verfallen. Aber meine Mutter hat mir immer Flügel verliehen, sie hat mir in allem vertraut, trotz der Panik, die sie als Mutter sicher empfunden haben muss. „Dieses Mädchen fährt alleine nach Madrid.“ Sie hat mir nie Steine in den Weg gelegt, denn sie war eine geborene Kämpferin. Und das hat uns sehr verbunden.

(Es läuft 'Me dijeron de pequeño' von Manuel Carrasco)

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Ich spreche über Carrie und… ich werde emotional. Carrie hat mir das Leben geschenkt.

Audiodeskription [AD]: Carrie rennt auf Myriam zu, die sich darauf vorbereitet, ihn spazieren zu führen.

M.A.:— Sie hat mir die Gesellschaft und die Zuneigung gegeben, die ich in dem Moment, als ich mich entschied, Carrie zu mir zu nehmen, so sehr brauchte. Es gab viele Menschen, die mir wegen meiner Behinderung sagten: „Du bist verrückt“.

Audiodeskription [AD]: Carrie steigt in den Aufzug.

M.A.: (Wendet sich an Carrie) Sehr gut, wie toll du bist!

Es wird eine Herausforderung, eine wunderschöne Herausforderung, denn für mich ist es eines der schönsten Dinge, die ich derzeit erlebe, mich um Carrie zu kümmern und dass Carrie mich begleitet.

(Wendet sich an Carrie) Gehen wir raus auf die Straße? Komm, komm.

(Es läuft 'Me dijeron de pequeño' von Manuel Carrasco)

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Raúl beim Malen. Auf einem Holztisch liegen Stifte, Filzstifte und Notizbücher.

R.A. (Voice-over):— Ich liebe es zu malen, weil… es mich bereichert und es gleichzeitig etwas ist, womit ich meine verschiedenen Emotionen ausdrücken kann und zeigen kann, wie ich mich fühle. Ich male meistens Porträts, wenn man mich darum bittet, und manchmal zahlt man mir dafür zwei 20-Euro-Scheine oder einen Fünfzig-Euro-Schein.

Audiodeskription [AD]: José Luis fotografiert seinen Sohn Raúl, während dieser einer nahestehenden Person seine Werke zeigt. Concha beobachtet das Geschehen an seiner Seite.

Kollegin:— Ich liebe dieses von Lucía, es ist wunderschön, mit all den kleinen Tieren.

Audiodeskription [AD]: José Luis und Concha beobachten und fotografieren Raúl.

C.C.:— Die Wahrheit ist, dass es wunderschön ist.

JO.A.:— Suche nach einem von einem Pferd.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von José Luis und Concha.

JO.A. (O-Ton):— Er möchte reiten, er hat eine Reihe von Hobbys, die abgedeckt werden müssen, und außerdem arbeiten wir daran, dass er ein wenig Geld verdient, denn alles kostet etwas, und auch, um den Wert des Geldes zu vermitteln.

C.C.:— Dass er ein wenig autonom ist.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Raúl und seiner Begleiterin während des Fotoshootings. Raúl zieht seinen Pulloverärmel hoch und zeigt auf seiner Schulter eine gezeichnete Figur und einen Text. Der Hintergrund der Szene ist ein Stoff in Brauntönen. Seine Begleiterin betrachtet die Zeichnung und zeigt sich überrascht (subjektive Einschätzung).

JO.A.:— Mal sehen? Na endlich, Mann! Mal sehen?

C.C.:— Und die Legende, wie lautet die Legende? Da, da, da.

Kollegin:— Was steht da? Rechte, Gleichheit und Freiheit.

JO.A.: — Rechte, Gleichheit und Freiheit? Das ist ja wohl das Mindeste, komm schon. Sehr gut.

(Elektronische Musik)

Audiodeskription [AD]: Stadtlandschaft mit Gebäuden in Madrid. Anschließend ist Myrian bei MDA, einem Physiotherapiezentrum. Sie liegt auf einer Matte, während Manu, ihr Physiotherapeut, ihr einen kleinen Ball für einige Übungen reicht.

Manu:— Du nimmst sie mit den Händen. Hoch, den Ball hoch. Loslassen, nehmen und runter. Wenn man nicht drückt, haut der Ball ab.

Audiodeskription [AD]: Myrian ändert ihre Haltung und setzt sich auf, um die Übung zu wechseln. Manu zeigt ihr ein elastisches Band, das sie sich um das Bein legt.

Manu:— Diese Übung ist genau das Gegenteil, der Antagonist zu der, die wir zuvor gemacht haben. Es ist eine Zugübung, damit du im Alltag die Fähigkeit hast, Dinge zu dir heranzuziehen.

Der Griff mit den Händen, wie du weißt.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Manu ist mein Physiotherapeut, er ist mein Trainer, denn ich glaube, er ist auch Teil meines Projekts für ein unabhängiges Leben: mich zu bewegen, an meinem Körper zu arbeiten und vor allem auch an meiner Körperhaltung zu arbeiten. Denn ob man will oder nicht, ich sitze immer im Rollstuhl. Diese kleine Zeit der Befreiung, des Sports, tut mir gut, sowohl was die Körperhaltung angeht, als auch, um das Adrenalin und den Stress abzubauen, den wir im Alltag in einer Großstadt und durch die Arbeit oft erleben.

Audiodeskription [AD]: Myrian setzt sich auf, um eine neue Übung zu machen.

Manu:— Locker lassen und hoch, mehr, mehr, mehr, mehr. Genau so, da du eine ziemlich schwere Skoliose hast, geben wir dir ein bisschen mehr Beweglichkeit. Komm schon, einatmen und locker lassen. Komm, wir gehen nach oben, okay?

Gehen wir es an. Komm schon, hoch, hoch, mit dem anderen. Stark, du bist stark. Genau so, sehr gut. Okay, das war's. Du hast es geschafft, okay?

Du allein.

Audiodeskription [AD]: Myriam steht, hält sich an Manu fest, lacht und schüttelt den Kopf.

Manu:— Du ganz allein, du ganz allein. Ja, komm schon. Halt durch, halt durch.

M.A.:— Aber gib mir eine Sekunde!

Audiodeskription [AD]: Myriam steht auf, ohne sich an Manu festzuhalten.

Manu:— Wenn du so schon gut zurechtkommst, komm schon, du machst das perfekt. Komm, halt noch kurz durch, fünf kleine Sekunden. Ich sehe schon, dass du zitterst. Komm, ganz langsam und runter, okay?

Audiodeskription [AD]: Mit Manus Hilfe beugt Myriam ihre Beine, um sich wieder auf den Boden zu setzen.

Manu:— Das Bein. Genau so. Perfekt. Okay, klasse, oder?

Audiodeskription [AD]: Myriam lächelt, klatscht und schlägt mit Manu ein.

Manu:— Gut, dann sind wir mit dem Unterricht fertig.

Audiodeskription [AD]: Concha nimmt etwas Gekochtes aus dem Ofen. Danach eine Nahaufnahme von Concha.

C.C.:— Vor Kurzem wurde Raúl mit dem Preis „Corazón Inclusivo“ ausgezeichnet, einem Preis, der von einer wunderbaren Person ins Leben gerufen wurde, die ihn vor drei oder vier Jahren geschaffen hat.

Audiodeskription [AD]: Raúl und seine Familie essen gemeinsam. Während des Essens zeigt Raúl den Preis „Corazón Inclusivo“ in die Kamera.

C.C.:— Er ist eine Person mit ALS. Und seit er Raúl kennengelernt hat, hat er bei Raúl einen besonderen Glanz entdeckt, von dem er glaubt, dass er für ihn und für die Gesellschaft eine unverzichtbare Person ist.

Audiodeskription [AD]: Raúl und seine Familie essen gemeinsam zu Mittag.

JO.A.:— Nun, ich habe hier ein paar Fotos von diesen Tagen. Soll ich sie euch zeigen?

R.A.:— Ja. Oh! Was für großartige Fotos!

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme eines Tablets, das Fotos von der Preisverleihung zeigt. Raúl ist als Löwe verkleidet.

Familienangehörige:— Als sie ihn überreicht bekamen, waren sie als Löwen verkleidet. Warum hast du dich für die Löwen des Kongresses entschieden?

C.C.:— Denn es ist der Kongress, an dem die Gesetze geändert werden müssen.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme eines Tablets, das ein Foto von Gruppen vor dem Kongress zusammen mit Dabiz Riaño zeigt. Fast alle Personen sind als Löwen verkleidet.

C.C.:— Wir stoßen auf den Preis an.

Stimmen im Chor:— Das Wichtigste zuerst. Für Raúl. Für Raúl!

C.C.:— Herzlichen Glückwunsch, Raúl! Was für ein Kerl!

(Musik)

Audiodeskription [AD]: Myrian kommt mit Carrie aus dem Hauseingang.

M.A.:— Komm schon, Carrie! Gut gemacht!

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myrian

M.A.:— Ich habe immer gemerkt, dass ich mich doppelt oder dreifach anstrengen musste, um die Menschen für mich zu gewinnen, um die Gesellschaft für mich zu gewinnen.

Audiodeskription [AD]: Myrian geht mit Carrie im Park spazieren.

M.A.: Ich musste mich schon immer sehr um mein emotionales Management, meine Persönlichkeit und meine Art zu sein kümmern, das habe ich immer so empfunden.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myrian.

M.A.:— Deshalb versuche ich auch oft, das durch Mode und Kleidung auszugleichen, weil ich glaube, dass es an mir mehr zu sehen gibt als nur die Körpergröße.

Wenn ich über meine Behinderung spreche, spreche ich immer von meiner doppelten Behinderung, denn natürlich ist da mein Rollstuhl und dann mein Äußeres. Vielleicht gehe ich mit einem Freund oder einer Freundin spazieren, die im Rollstuhl sitzt, und alle Blicke richten sich immer ein wenig auf mich.

Jene Auswirkungen, die diese Krankheit in der Gesellschaft nach wie vor bei den betroffenen Menschen hervorruft.

Audiodeskription [AD]: Myrian trifft im Park auf Rubén, einen Freund.

Rubén:— Hallo, Miriam. Wie geht es dir?

M.A.:— Na also!

Rubén:— Hallo, Carrie!

M.A.:— Was ist los, Hübscher? Was machst du?

Rubén:— Ich habe meine kleine Gitarre mitgebracht, um ein wenig zu singen.

M.A.:— Das liebe ich!

Rubén:— Komm, gehen wir.

M.A.:— Carrie, gehen wir? Lass uns singen, Carrie, gehen wir.

Audiodeskription [AD]: Myrian und Rubén zu Hause. Rubén spielt Gitarre und Myrian singt.

M.A.:— (Singend) Jetzt ist der Moment und nicht morgen, die Vorstellung soll wieder beginnen, jetzt wo… Ich verliere mich …!

Rubén:— Na los, fang an, okay?

M.A.:— Schon gut, schon gut. Rubén, lach nicht!

Audiodeskription [AD]: Raúl und eine Reitbegleiterin führen ein weißes Pferd aus dem Stall des Reitclubs Doma Vaquera Aleada. Während Raúl einen Knoten bindet, zeigt ihm die Begleiterin, wie es geht.

Begleiterin:— Ganz nah hier, Raúl, denk dran. Wir ziehen daran und fertig. Sehr gut. Komm, lass uns ein wenig bürsten.

Audiodeskription [AD]: Raúl striegelt das Pferd.

R.A.:— (Er wendet sich an das Pferd) Ich vertraue dir, ja? Komm schon. Los. Gehen wir.

Audiodeskription [AD]: Raúl bindet das Pferd los und führt es bei Sonnenuntergang spazieren. Anschließend spielen Rubén und Myriam Gitarre und singen 'Hay que vivir el momento' von Manuel Carrasco.

M.A.:— (singend) Jetzt ist der Moment und nicht morgen. Möge die Vorstellung von Neuem beginnen. Jetzt, da ich angesichts so mancher Gelegenheitsdummköpfe nicht mehr die Ruhe verliere.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam.

M.A.:— Diesen Drang, die Welt zu erobern, habe ich von meiner Mutter geerbt, und ich glaube, das ist der größte Stolz, den meine Mutter jetzt für mich empfinden kann. Zu sagen: «Mama, ich mache weiter, ich schaffe weiterhin alles».

Audiodeskription [AD]: José Luis und Concha beobachten Raúl, der reitet.

R.A.:— Danke, Eltern, für die Liebe.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Myriam, wie sie 'Hay que vivir el momento' von Manuel Carrasco singt.

M.A.:— (Singend) Schau, man muss den Moment leben. Schau, man muss den Moment leben. Heute Nacht werden die Zeiger der Uhr tanzen. Jetzt will ich nur, jetzt will ich nur. Schau, man muss den Moment leben. Schau, schau, man muss den Moment leben. Ich spüre wie einen Hurrikan in meinem Herzen. Jetzt will ich nur,

jetzt will ich nur. Man muss den Moment leben.

Audiodeskription [AD]: Schluss-Credits. Laia Oliver, Regie; María Galiacho, stellvertretende Regie; Julia Fernández, Drehbuch; Beatriz Chicharro, Realisation; Carlos Serrano, ausführende Produktion; Lorena-Barrio, Produktion; Amanda Padillo, Produktionsassistenz. Diego Cerezo, Schnitt; Carlos F. Arroyo, Color Grading; Marta Garabatos, Postproduktion; Diego Arévalo, Ton-Postproduktion.

Team Muy Films: Julio Cuspinera, Tontechniker; Jaime A. Rivero, Kameraführung; María José Mascarell, Web und soziale Netzwerke; Alejandro de la Llave, Produktionsleitung; Irene Die, Produktionsassistenz; Fernando Manjavacas, zweiter Kameramann.

Danksagungen: David Fernández, Ana Gallardo, Rubén Mena, David Gómez, Patricia Pérez, Gema Campos, Jaime Aguirre, Diego Aguirre, Kaótica Libros, CEMIR Plena Inclusión, Impulsa Igualdad, Club de Hípica Doma Vaquera Aleada, MDA Fisioterapia.

Untertitelung durch Accesibilidad TVE.

Ich bin Quim

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Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Quim vor einem weißen Hintergrund.

Quim:— Hallo, ich heiße Quim und bin 18 Jahre alt. Ich lebe in Vilassar de Mar und das ist meine Geschichte. Seit ich ganz klein war, bin ich in Schulen gegangen, die keine Sonderschulen waren. Ich habe in der Kita angefangen, als ich weniger als ein Jahr alt war. Was... ich erinnere mich nicht mehr sehr gut daran, aber ich weiß noch, dass sie mich gut behandelt haben. Sie haben mich gut behandelt.

Und danach wechselte ich vom Kindergarten zur Escola del Mar. Ich erinnere mich zwar nicht mehr an den Anfang, aber am Ende weiß ich noch, dass es eine gute Schule war und ein Ort, an dem ich mich wohlfühlte.

Nach der Escola del Mar wechselte ich zur Santa Anna. Abgesehen von einigen Problemen, die ich dort hatte, war es eine gute Zeit. Nun ja, vom ersten bis zum vierten Schuljahr war es eine gute Zeit. Und dann, im vierten Jahr, hatte ich große Schwierigkeiten, weiterzumachen.

Als ich die 4. Klasse der ESO abschloss, gaben sie mir das Abschlusszeugnis nicht. Ich wollte Theater spielen, Theater studieren, aber ich habe keine weiteren Optionen. Wir gingen zu den Serveis Territorials und zum EAP, und sie blieben sehr stur, was die Aushändigung des Zeugnisses anging.

Niemand hat mir in all diesen Jahren helfen wollen. Derzeit besuche ich ein angepasstes PQPI-Programm an der Miquel Biada in Mataró. Damit werde ich den Abschluss auch nicht bekommen, und wir sind wieder am Anfang.

Ich möchte Schauspieler werden, ein professioneller Schauspieler, um in wichtigen Serien oder Filmen mitzuspielen und so weiter. Und außerdem... Nun ja, ich möchte Schauspieler werden... einfach Schauspieler. Und das war's.

(Musik)

Audiodeskription [AD]: Großaufnahme von Quim.

Quim:— Ich heiße Quim und das ist mein Leben.

Audiodeskription [AD]: Quim spricht und lacht mit jemandem außerhalb des Bildes.

Quim:— Er war zu schüchtern, oder? Vor der Kamera?

Stimme 1 (außerhalb des Bildes):— Aber das ist doch normal, oder? Die ersten Male immer...

Quim:— Ja.

Stimme 1 (außerhalb des Bildes):— Mach dir keine Sorgen. Ich wäre auch schüchtern, erst recht, wenn ich mein Leben erklären müsste.

Audiodeskription [AD]: Nahaufnahme von Quim, nachdem er mit der Person außerhalb des Bildes gesprochen hat. Er scheint über etwas nachzudenken oder zu warten (subjektive Einschätzung).

Stimme 1 (außerhalb des Bildes):— Gut, das war's. Wir haben es geschafft!

Stimme 2 (aus dem Off):— Seid ihr bereit?

Stimme 1 (aus dem Off):— Ja.

Audiodeskription [AD]: Quim steht auf und geht. Schwarzblende.

Supercapaces, Canal Málaga

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Audiodeskription [AD]:— Die Fundación Unicaja sponsert Supercapaces. [Musik] Audiodeskription [AD]: Einleitung des Programms Supercapaces. Das Logo des Programms stellt das Superman-Wappen mit den Buchstaben 'SC' für «Super-Capaces» dar. Erzählerin [O-Ton]: — Gib nicht auf. Es ist noch Zeit, das Ziel zu erreichen und neu zu beginnen. Deine Schatten zu akzeptieren, deine Ängste loszulassen. Den Ballast abzuwerfen, wieder zu fliegen. Gib nicht auf, bitte, gib nicht nach, auch wenn die Kälte brennt. Auch wenn die Angst zubeißt. Auch wenn die Sonne sich versteckt und der Wind verstummt. Es ist noch Feuer in deiner Seele und jetzt ist noch Leben in deinen Träumen, denn jeder Tag ist ein neuer Anfang. Denn dies ist die Stunde und der beste Moment. Denn du bist nicht allein. Ana Belén Castillo - A.B.:— Dieses Wochenende werden wir in der spanischen Hauptstadt etwas Historisches erleben. Wir werden wirklich darüber sprechen, wie wir uns die Schule wünschen, jenen Ort, an dem wir lernen und uns zu Bürgerinnen und Bürgern bilden. Und das alles im Rahmen der Bewegung 'Quererla es crearla', die ich seit ihren Anfängen verfolge und der ich mich angeschlossen habe. Audiodeskription [AD]: Während Ana Belén Castillo spricht, fährt die Kamera über die aufmerksamen Gesichter von Nacho Calderón, María Teresa Rascón und Luz Mojtar. A.B.:— [Eine Bewegung], der ich heute endlich Gesichter zuordnen kann, zumindest hier in Málaga, da es im gesamten spanischen Staatsgebiet viele davon gibt. (Zustimmendes Lachen) A.B.:— Vielen Dank an euch drei, dass ihr euch Zeit für mich nehmt. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein wenig mehr darüber erklären könntet, was wir an diesem Wochenende, von Freitag bis Sonntag, tun werden, mit welchen Zielen und was wir damit aussagen wollen. Ich weiß, meine Frage klingt simpel, aber sie ist eigentlich sehr umfassend. Wir müssen versuchen, dass die Menschen es verstehen, und vor allem sie anstecken, damit sie teilnehmen. Einblendung: Nacho Calderón. Professor an der UMA, Plattform 'Quererla es crearla'. Nacho Calderón - N.C.:— Nun, an diesem Wochenende haben wir in Madrid mehrere Veranstaltungen gebündelt, die einerseits dazu dienen sollen, unsere Arbeit der letzten fünf Jahre bekannt zu machen, und andererseits Menschen zu mobilisieren, die sich an zukünftigen Aktivitäten beteiligen möchten. Für Freitag haben wir die Premiere eines Dokumentarfilms geplant. Am Samstag folgen eine Reihe von partizipativen Workshops mit einer großen Gruppe von Menschen aus ganz Spanien. Und am Sonntag findet um 12 Uhr mittags eine Kundgebung auf der Plaza del Callao statt. A.B.:— Wenn wir von 'Quererla es crearla' sprechen, wovon sprechen wir dann eigentlich? Ich habe das grob skizziert, aber was ist es wirklich? Beschriftung: Teresa Rascón. Professorin an der UMA. Plattform 'Quererla es crearla'. Teresa Rascón - T.R.:— 'Quererla es crearla' ist im Grunde eine Bewegung, die aus einer Gruppe von Menschen, Familien, Schülerinnen und Schülern, Fachleuten aus dem Bildungsbereich und Forschenden besteht, die sich zusammenschließen, um eine inklusive Schule aufzubauen. Das heißt, mit dem Ziel, jede Art von Diskriminierung und Ausgrenzung in der Schule zu beseitigen, sei es aufgrund von Herkunft, sexueller Identität, Beeinträchtigung usw. Es geht darum, das Wissen dieser Familien zu retten, das oft vergessen wird, insbesondere im akademischen und wissenschaftlichen Bereich, und diese Stimmen mit denen der Schule und der gesamten Bildungsgemeinschaft zu vereinen. Gemeinsam daran arbeiten, diese inklusive Schule aufzubauen. A.B.:— Wie Nacho schon sagte, entspringt alles einer Forschungsabsicht, die in der Geschichte von 'Quererla es crearla' bereits viele Anknüpfungspunkte hatte, die wir als Marke eigentlich erst letztes Jahr kennengelernt haben, oder? Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber… N. C.:— … vor ein paar Jahren… A.B.: — … vor ein paar Jahren, genau. Wie entstehen diese Meilensteine, vorangegangene Fragen oder… zeitliche Anhaltspunkte, die tatsächlich bis zu diesem Endpunkt geführt haben? Luz Mojtar - L.M.:— Der erste fand 2018 statt, als der erste partizipative Workshop an der Universität Málaga durchgeführt wurde. Es kamen Menschen aus dem gesamten spanischen Staatsgebiet sowie Vertreterinnen und Vertreter der gesamten Bildungsgemeinschaft. Audiodeskription [AD]: Fassade der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften in Málaga. 24. Februar 2018. Im Folgenden Ausschnitte aus den Aufnahmen der durchgeführten Workshops. L.M. (Originalfassung):— Der größte Wert bestand darin, dass die Familien eine tragende Rolle bei einem wissenschaftlichen Bildungstreffen einnahmen. Das war der erste Meilenstein, der Keim. Daraus ist ein wenig all das hier entstanden. Was geschah danach? Dass Covid ein Problem war, das uns nicht so vorankommen ließ, wie wir wollten. Also kam diesen klugen Köpfen [in Bezug auf Nacho Calderón und Teresa Rascón] die Idee, Online-Gespräche mit der gesamten Bildungsgemeinschaft zu organisieren. Wir bildeten eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, eine Gruppe von Familien, eine Gruppe von Bildungsfachleuten, von Forschenden und sogar von Menschen aus der Politik. Bei diesen Gesprächen war es wesentlich, an der vorherigen Sitzung teilgenommen zu haben, da das Ziel darin bestand, eine Debatte zwischen allen zu erzeugen. Und nun, jetzt sind wir hier. Wir fahren nach Madrid, um endlich etwas in Präsenz zu machen und weiterzumachen. 2018 war die Diagnose; jetzt werden wir sehen, was wir tun. Beschriftung: Beitrag in Gespräche über inklusive Bildung (2020). Erwachsene/r:— Wir sind es gewohnt [in Anspielung auf die Lehrkräfte], ohne nachzudenken, wohin wir unseren Blick richten. Und automatisch, ganz natürlich, schauen wir auf das Andere, auf das, was sich bewegt. Und wir verfallen in das, was ich 'Verbergen durch Zeigen' nenne: «Schau dir dieses Kind an, damit du, während du dich auf es konzentrierst, aufhörst, das zu sehen, was ich dir nicht zeigen will, weil ich Angst habe, weil ich glaube, dass ich es nicht weiß, dass ich es nicht kann». Was ich nicht zeigen will, sind die Schwierigkeiten, die mein Klassenzimmer daran hindern, inklusiv und fröhlich zu sein. Dass es lebendig ist und kein totes Klassenzimmer. A.B.:— Bei diesen Treffen hat mich besonders interessiert zu sehen, wie Familien und pädagogische Fachkräfte emotional zusammenfinden, da das Leid gegenseitig ist. Um gemeinsam den gleichen Weg zu gehen, halte ich es auch für sehr wichtig, das Leid der Fachkräfte zu sehen. N.C.:— Inklusive Bildung entsteht nicht aus dem Nichts, sie entsteht aus der Notwendigkeit, mit den Ausgrenzungen zu brechen, die das Schulsystem produziert und reproduziert. Und dieses Leid betrifft nicht nur die Kinder und die Familien, es betrifft auch die Lehrkräfte, die Beratungslehrkräfte und das pädagogische Personal. Das heißt, es ist ein Leid, das die gesamte Gemeinschaft durchzieht, aber wir haben noch nicht gelernt, es zu erkennen und darauf zu reagieren. Im ersten partizipativen Workshop haben wir dazu aufgerufen, dass die Menschen von ihrem Schmerz, aber auch von ihrer Freude berichten. Danach haben wir an der Erstellung der Biografien vieler Menschen gearbeitet; viele dieser Biografien spiegeln sowohl den Schmerz als auch die Hoffnung wider, eine Schule zu haben, die auf die Bedürfnisse aller Kinder eingeht. Was inklusive Bildung bewirkt, ist die Verbesserung der Schule, damit sie allen Kindern besser gerecht wird. Beschriftung: Im letzten anderthalb Jahren hat die chilenische Filmemacherin Cecilia Barriga die Plattform begleitet, um einen Dokumentarfilm zu drehen, der die Ziele und Schritte von 'Quererla es crearla' veranschaulicht. Cecilia Barriga - C.B.:— Ich bin Cecilia Barriga, Filmemacherin und audiovisuelle Gestalterin. Ich arbeite seit vielen Jahren an Dokumentarfilmen, insbesondere an audiovisuellen Werken, die versuchen, vielen sozialen Kämpfen und Gruppen, die sich organisieren, um neue Alternativen in Bezug auf Rechte, Freiheiten und Errungenschaften zu schaffen, formale und ästhetische Sichtbarkeit zu verleihen. Zum Beispiel der Feminismus, den ich seit fast 40 Jahren porträtiere. Und auch die LGTBIQ-Bewegung mit all ihren Transidentitäten, seien sie rassischer, geografischer oder körperlicher Natur. In diesem Moment hat mich die Bewegung 'Quererla es crearla' eingeladen, an einem Projekt teilzunehmen, das ich aufgrund seiner Komplexität und der Art und Weise, wie es uns dazu auffordert, ein Bewusstsein zu entwickeln, faszinierend finde. Audiodeskription [AD]: Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm 'Quererla es crearla'. T.R. (Originalfassung):— Der Dokumentarfilm 'Quererla es crearla', unter der Regie der chilenischen Filmemacherin Cecilia Barriga, die auf eine lange Laufbahn zurückblickt, fasst einen Großteil der Arbeit zusammen, die wir während dieses gesamten Prozesses entwickelt haben. Denn es handelt sich nicht nur um eine Untersuchung, sondern auch um eine Bewegung. Beschriftung: Die Premiere des Dokumentarfilms fand am 21. Oktober im Museo Reina Sofía statt. Die Eintrittskarten waren innerhalb von 8 Minuten ausverkauft. T.R. (Originalfassung):— Der Dokumentarfilm geht von einem sehr bedeutsamen Fall in Europa und Spanien aus, dem von Rubén Calleja, einem Jungen, der von der Schule ausgeschlossen wurde. Davon ausgehend werden verschiedene Aspekte behandelt, die, wie Nacho sagte, das Leid der Familien und der Schülerinnen und Schüler aufgreifen. In gewisser Weise geht es darum, der Gesellschaft zu zeigen, dass dieses Leid mit anderen Gefühlen verbunden ist, die wir manchmal vergessen. Zum Beispiel die Einsamkeit. Die Einsamkeit der Familien, der Schülerinnen und Schüler auf den Schulhöfen. Die Einsamkeit der Fachkräfte [im Bildungsbereich], die sich von vielen ihrer Kollegen oder Schulleitungsteams nicht unterstützt fühlen. Der Dokumentarfilm begleitet auch in dieser Einsamkeit. Er sagt: «Ihr seid nicht allein.» «Dies ist eine Bewegung, eine Gruppe von Menschen.» Hier könnt ihr andere Geschichten oder Erzählungen finden, wie Nacho sagte, die euch auf dem Weg zur Veränderung der Schule begleiten werden. N.C. (Originalfassung):— Diese Narrative sind kollektiv und wurden von vielen Menschen geschaffen. In ihnen beginnen wir nachzudenken und zu diagnostizieren, was in der Schule geschieht, und nicht nur, was meinem Sohn oder meiner Tochter widerfährt. Auf diese Weise schaffen diese Narrative eine neue Grundlage. Wir arbeiten daran, einen neuen Boden zu bereiten. Die Geschichten einer Person sind das Fundament für die Geschichten einer anderen, die darauf aufbaut. Kollektive Geschichten sind die Grundlage, um neue Praktiken zu entwickeln. Der Dokumentarfilm, auf brillante Weise von Cecilia umgesetzt, dringt nicht direkt auf technische Weise in die Schule ein oder Ähnliches. Es ist ein Dokumentarfilm, Teil der Kunst der Regisseurin, der all dieses Leid zeigt, aber auch die Wut darüber: „Wie kann es sein, dass das immer noch so ist?“. Und andererseits zeigt er eine tiefe Hoffnung, dass sich diese Situation ändern kann. Er zeigt, wie sich das Leben entfaltet. Zumindest in diesem Dokumentarfilm mit viel Optimismus. Die Dinge sind kein unabänderliches Urteil; wir wissen, dass sie so sind, aber dass sie geändert werden können. A.B.:— Absolut. Ich würde gerne wissen, welche Themen oder Aspekte in den Workshops am Samstag behandelt werden. Wie wird die Dynamik aussehen? L.M. (v.o.):— Wie du richtig gesagt hast, gibt es verschiedene Workshops. Zuerst werden wir eine Auftaktversammlung abhalten, denn obwohl wir aus dem Workshop von 2018 kommen, haben wir bei den Anmeldungen gesehen, dass viele Leute nicht dabei waren, was noch wertvoller ist. In dieser Auftaktversammlung werden wir uns vorstellen und kurz berichten, woher wir kommen und welchen Weg wir bisher zurückgelegt haben. Danach werden wir uns in verschiedene Arbeitsgruppen aufteilen. Das ist dasselbe, was ich dir über die Gespräche erzählt habe. Die Teams in den Workshops sind heterogen. Es werden immer Schülerinnen und Schüler, pädagogische Fachkräfte, Beratungslehrkräfte und Familien dabei sein. Die Erfahrung zeigt uns, dass dies das Wertvollste ist, was wir haben: gemeinsam zu arbeiten und niemanden zurückzulassen. 2018 war die Diagnose. Jetzt geht es darum, Strategien zu entwickeln, denn wir haben viele Daten über Aspekte, bei denen die Schule versagt und die nicht funktionieren. Wir wollen gemeinsam Werkzeuge entwickeln, die uns helfen, den Wandel in die Praxis umzusetzen. Jetzt wollen wir zum Handeln übergehen. N.C.:— Das heißt, wir werden nicht einfach so zu diesem Treffen gehen. Wir kommen mit Leitfäden wie „Wie man seine Schule zu einem Ort des Zusammenlebens macht“; „Wie man seine Schule inklusiver gestaltet“, von den Schülerinnen und Schülern; „Wie man eine inklusive Beratung durchführt“; „Wie man in seiner Region politische Einflussnahme betreibt“. Wir haben an vielen Orten gearbeitet. Es gibt einen sehr schönen Leitfaden, der von Familien entworfen wurde und „Wie man in der Schule widerspricht“ heißt. Veränderungen geschehen nicht, indem man dem folgt, was passiert, sondern indem man dem widerspricht, was passiert. Wir wollen all diese koordinierte Arbeit zeigen und uns fragen, wie wir sie in die Praxis umsetzen können. Wie können wir uns organisieren, damit regional autonom gearbeitet werden kann? Zum Beispiel von Málaga oder Vigo aus. Wie gestalten wir diesen Vorschlag so, dass er auch eine gewisse staatliche Koordination hat? [Lassen Sie es uns tun] Treffen wir uns nächstes Jahr und überprüfen wir, was wir erreicht haben. A.B.:— Das ist großartig. Wir sind an dem Punkt „Was tun wir“ angelangt. Alle Personen, die teilnehmen werden, sind Menschen, die handeln, widersprechen und verändern wollen, auch wenn es dort auch starre Strukturen gibt, die sich dem Wandel und der Bewegung widersetzen. Wir sprechen von Menschen, die sich allein fühlen, weil sie niemand begleitet, wenn sie etwas verändern wollen. Ich weiß, dass die Bildungsministerin bei der Dokumentation anwesend sein wird, weil ihr es kommuniziert habt, und das ist notwendig. Veränderungen kommen von unten, wir schieben sie an, aber jemand muss auch von weiter oben schieben, damit sich alles bewegt. Andernfalls könnten diejenigen, die unten sind, völlig erschöpft davon sein, zu schieben, ohne etwas zu erreichen. N.C.:— Ja, aber wir gehen von einer Grundlage aus: Wer das System verändert, ist derjenige, der den Wandel am meisten braucht. Diejenigen von uns, die sich im System wohlfühlen, haben nicht die Notwendigkeit, stark zu drängen oder sich voll einzusetzen, damit das geschieht. Wir wissen, dass der Motor des Wandels grundlegend aus dem Leid entsteht. Im Leid muss man sich zusammenschließen, denn es betrifft nicht nur die Kinder; es betrifft auch die Familien und viele Fachkräfte, die nicht länger so leben wollen, wie sie es gerade tun. Davon gehen wir aus. Ja, wir müssen politische Einflussnahme betreiben. Tatsächlich haben wir für Sonntag geplant zu sagen: „Hier sind wir, wir haben nicht geschwiegen und wir werden auch nicht schweigen“. Uns in Callao zu treffen, kann eine Möglichkeit sein zu sehen, dass wir nicht allein sind und dass dort in Wirklichkeit viel Kraft steckt. Es gibt mehr als 100 Unterstützer des Manifests von 'Quererla es crearla', von sehr unterschiedlichen Organisationen. Ich glaube, das sagt viel aus. Es gibt lokale, regionale, nationale und internationale Organisationen. Wir haben uns mit einer anderen Mobilisierung in Australien verbündet. Wer weiß, wohin diese Welle noch führen kann? Es gibt sehr segregierende und auch sehr inklusive Schulen im selben Schulsystem. Wir müssen die Strukturen verändern, viele Dinge darin ändern, aber wir wissen, dass wir innerhalb dieser Struktur demokratischere Praktiken aufbauen können. Beschriftung: Sie können das Manifest für inklusive Bildung von 'Quererla es Crearla' unterzeichnen unter info@creemoseducacioninclusiva.com. Audiodeskription [AD]: Abschlussbild des Dokumentarfilms 'Quererla es crearla', Inklusive Bildung. Würde. Liebe. Freiheit. Gleichheit. Vielfalt. Menschlichkeit.

Els demotions, IB3 TV

Di-versos +, Canal Málaga

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Die Schule meiner Träume I

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Die Schule meiner Träume II

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Indira Martínez, EITB

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Indira Martínez:— Ich bin Indira, ich bin 17 Jahre alt und lebe in Vitoria-Gasteiz. Ich bin ein Mensch, der, wenn er eine Ungerechtigkeit sieht, vorangeht, um gegen diese Ungerechtigkeit zu kämpfen.

In den Schulen fehlt es manchen Menschen an Liebe.

Es war eine große Ehre, dort diese Auszeichnung für unsere Arbeit zu erhalten, damit Schulen für alle inklusiv sind. Es ist eine Gruppe aus ganz Spanien, die sehr vielfältig ist. Wir haben uns getroffen und infolgedessen darüber gesprochen, wie die Schule sein sollte, und wir haben gesehen, dass es noch Dinge zu ändern gibt. Und es wurde ein sehr interessanter Leitfaden erstellt. Damit die Kinder nicht das durchmachen müssen, was ich durchgemacht habe.

Meine Schule, die ich als Erwachsene gründen werde, wird weder spezifische Klassen noch so etwas haben. Alle werden mit allen zusammen sein, dort, gemeinsam lernen. Es ist einfach das Beste für alle.

Noemí Preciado:— Unser Kampf und unsere Arbeit galten dem Ziel, dass Indira im System bleibt. Indira wurde aus dem System genommen, weil die Optionen, die uns das System bot, segregierende Optionen waren.

Indira Martínez:—  Wenn wir von klein auf getrennt werden, ist ein Zusammenleben aller unmöglich.

Ich liebe es zu lernen, ja, wirklich. Ich bin bereits Aktivistin. Und ich möchte auch in die Politik gehen, damit die Gesetze und die UN-Behindertenrechtskonvention eingehalten werden. Sie besagt, dass wir Menschen mit Behinderungen ein Recht auf inklusive Bildung haben. Doch es gibt immer noch Gesetze, die es erlauben, uns auszugrenzen.

An meiner alten Schule haben mir die Lehrer nichts erklärt. Also habe ich mich natürlich gelangweilt. Sie waren der Meinung, dass ich woanders hingehöre. Abgesondert in einer speziellen Klasse. Sie sagten, ich müsse bei 'meinesgleichen' sein...

Noemí Preciado:— Indira war in der Sekundarstufe in der Regelklasse, weil es 'mein Dickkopf' war. Es wurde nie als ihr legitimes Recht verstanden. Sie war dort, im Unterricht; es war eine physische Inklusion.

Indira Martínez:— Wir waren 30 minus 1. Wer war die -1? Ich. Ihnen fehlte es daran, mich kennenzulernen, ein wenig mehr Liebe aufzubringen.

Und auf dem Schulhof war ich nicht bei meinen Mitschülern. Und ich habe es wirklich versucht, ja? Aber nichts, es war unmöglich. Ich war völlig unsichtbar.

Noemí Preciado:— Es fehlt an Menschlichkeit. Und an der Überzeugung, dass man, wenn man Menschen aufgrund ihrer Verfassung segregiert, das Recht dieser Menschen und das Recht der anderen verletzt. Denn man beraubt sie des Rechts, mit der Vielfalt zusammenzuleben.

Indira Martínez:— Ich studiere am Instituto Europa. Ich absolviere dort Weiterbildungen für Arbeitslose. Es gibt keine spezifischen Klassen, dort bringt man es mir wirklich bei. Ich bin eine von vielen und gehe glücklich dorthin.

Kampagne, Canal Málaga

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[Vorläufige automatische Transkription]

[Musik]

[Musik] Ich werde euch nicht belügen, es gibt Dinge, die ich dieser Tage hören muss, die mich empören. Aber wie kann man sagen, es sei ermüdend, es so klar zu sehen, und dann solche Dinge hören zu müssen? Kommt schon, im Ernst. Aber manchmal passiert plötzlich etwas [Musik]

wie durch Zauberhand erreicht dich von überall her eine Botschaft, die dir vertraut vorkommt, die ein Teil von dir ist, die denselben Sauerstoff atmet, der dich antreibt, diesen Weg weiterzugehen, der unumgänglich ist, wenn wir in Sachen Gerechtigkeit vorankommen wollen

Du suchst schnell nach einer Quelle, einem Ursprung, aber du findest ihn nicht. Eine Botschaft mit so viel Kraft, dass man es kaum glauben kann. Sie ist überall, jeder spricht darüber und kennt sie, aber woher kommt sie? Wer steckt dahinter? Es gibt keine Antwort. Was wir jedoch wissen, ist, dass sie es schafft, einen Tsunami von Verfechtern der Inklusion, von Arbeitern für die Gleichstellung, von Aktivisten für die Vielfalt zu entfesseln. Mit akribischer Neugier isoliere ich meine Ziele. Sie ist eine „Lunática“ – und das nicht, weil sie vom Mond besessen wäre, sondern wegen ihrer Faszination für Luna, ihre neunjährige Tochter, die das Angelman-Syndrom hat. Luna besucht eine öffentliche Schule in einer regulären Klasse mit Unterstützung. Ana arbeitet und lebt in Málaga, ist von Büchern umgeben und eine leidenschaftliche Verfechterin der inklusiven Bildung.

Lucía kommt aus Sevilla und besucht die 12. Klasse. Sie ist eine entschlossene junge Frau, Feministin, kämpferisch und eine absolute Verfechterin der Inklusion – ein echtes Kraftpaket. Sie braucht Vorbilder, an denen sie sich orientieren kann. Ihr 13-jähriger Bruder Raúl hat das Williams-Beuren-Syndrom. Antonio Márquez ist Lehrer für inklusive Pädagogik und derzeit Leiter des Projekts 'A una desigual de escuelas inclusivas SL'. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung und Beratung im Bereich Inklusion. Er blickt auf 16 Jahre im Schuldienst zurück, die letzten 12 davon im Team für blinde Schüler in Granada. Seine Arbeit ist auf die Transformation der Schule hin zu einem Modell ausgerichtet, das alle akzeptiert, respektiert und einbezieht. Sie sind die Auserwählten, um sie zu erschaffen, zumindest in diesen Minuten, schlicht und einfach, weil sie an sie glauben und sie wollen – und 'Quererla es crearla'. Willkommen ihr drei bei 'Supercapaces'. Es ist ein Vergnügen, mit Menschen zu sprechen, die unsere Sprache sprechen: die Sprache der Inklusion. Die erste obligatorische Frage ist: Was ist passiert, als dieses Video bei euch ankam? Das mysteriöse Video, das wir alle auf irgendeine Weise erhalten haben und das bis heute ein großes Rätsel bleibt. Ich habe das Video über WhatsApp erhalten, nun ja, durch Kontakte, die ich habe, und so weiter. Und nun ja, ich nehme an, was bei allen passierte: Man beginnt, es mit einer gewissen Spannung zu betrachten, was es uns wohl erzählen will, und plötzlich sieht man so viele Dinge widergespiegelt, die ich – in meinem Fall zum Beispiel – schon lange versuche, sowohl Lehrkräften als auch Familien, Institutionen und allen anderen zu vermitteln. Und plötzlich wird alles perfekt zusammengefasst in einem Video, das einen mit einem kurz stillstehenden Herzen zurücklässt, mit einem Gefühl purer Emotion, und nun ja, sehr viel... Wenn ihr es gesehen habt, mir ging es genau wie meinem Kollegen. Es erreichte mich über mehrere Gruppen gleichzeitig, und als ich es öffnete, war ich überrascht. Es war sehr bewegend und voller Freude, weil ich anfing, wichtige Worte zu sehen, die für mich täglich von Bedeutung sind und für die wir jeden Tag kämpfen, damit sie gesehen werden – und das auf eine so effektive und wirkungsvolle Weise. Als ich das Wort Würde las, als ich das Wort Liebe sah – das mächtigste von allen –, Freiheit, Vielfalt, da sagte ich: Dieser Moment... ich bin nicht allein. Das ist das Einzige, was ich dachte: Ich bin nicht allein. Es gab und gibt auf unserem Planeten, in der Geschichte unseres Planeten, oft die Notwendigkeit zu sagen: 'Komm schon, es reicht jetzt, wir brauchen Respekt für alle gleichermaßen.' Das ist es, was wir fühlen: große Freude. Ich verstehe dich vollkommen. Lucía, erzähl uns aus deiner jungen und absolut frischen Perspektive: Als das Video bei dir ankam und du es gesehen hast, was hast du gedacht? Bei mir war es anfangs etwas seltsam, meine Mutter hatte es per WhatsApp bekommen, aber danach sah ich es überall in den sozialen Netzwerken. Ich dachte, dass es wirklich einen Eindruck bei den Menschen hinterlassen hat und dass es den Leuten gefällt. Und ich persönlich identifiziere mich sehr mit dem Video, weil ich schon immer eine Person war, die sehr für ihre Rechte eintritt.

und ich habe mich wirklich sehr damit identifiziert und gefühlt, dass ich nicht allein bin, so wie allgemein über Inklusion gesprochen wird, nicht wahr? Was für ein Wort, nicht wahr? Und ich weiß nicht, was ihr dazu sagt, ob das Wort in der Gesellschaft allgemein wirklich korrekt verwendet wird. Gibt es heutzutage wirklich eine inklusive Bildung?

Kommen Sie, ich sehe, Sie haben Lust dazu, aber nein, nein, nein, nein, das sind nur kleine Tropfen. Wir sind wie die Taifa-Königreiche, jeder kämpft ein wenig für sich allein, in dem Sinne, dass die Verwaltung uns nicht unterstützt, weil die Vorschriften nicht eingehalten werden, weil die Rechte von Millionen von Kindern bis heute verletzt werden. Es amüsiert mich, wenn man mir sagt: 'Du hast viel Glück, Ana Luisa, diese Tochter, die eine Behinderung hat, ist an einer Regelschule oder in einer Regelklasse und erhält Unterstützung.' Und ich sage: Glück? Das Problem ist, dass bei den anderen, die nicht unter diesen Bedingungen sind, die Rechte dieser Kinder verletzt werden. Das ist ein Problem. Ich habe kein Glück, ich glaube, was ich habe, ist ein großes Unglück, denn gerade in der Schule meiner Tochter ist sie immer noch anders, weil sie ein Mädchen mit Diversität ist. Es sind keine diversen Kinder in einer Klasse, in einer Einrichtung, jedes mit seinen eigenen Merkmalen, und sie wird weiterhin das 'andere' Mädchen sein, weil sie außerordentliche Unterstützung erhält, weil sie nicht spricht, weil sie ein Sprachausgabegerät benutzt, weil sie es im Gesicht trägt, und sie bleibt die 'Seltsame'. Also nein, Inklusion ist ein Weg und ein ständiger Kampf, aber von morgens an, auf allen Ebenen. Es ist also noch kein Traum. Hat deine Tochter signifikante curriculare Anpassungen? Nun, sie hatte alle signifikanten curricularen Anpassungen, wie du weißt, und falls nicht, erwähne ich es dir: Es gibt Probleme bei der Frage der Abschlusszeugnisse, wenn man signifikante curriculare Anpassungen hat. Deshalb habe ich es in einem Schulrat angesprochen, um diesen Grund zu erklären, der dem Lehrpersonal unbekannt war. Es wird nicht untersucht, was passiert, wenn man signifikante curriculare Anpassungen hat. Und im Moment hat sie spezifische Anpassungen in zwei Bereichen: im Bereich Mathematik und im Bereich Sprache, und in den anderen Bereichen hat sie curriculare Anpassungen, aber sie sind nicht signifikant. Wir versuchen, diese schrittweise abzubauen, indem wir auf das Thema Universal Design for Learning (UDL) setzen, also für alle. Aber dennoch ist es ein Weg, wie gesagt, ein Tropfen auf den heißen Stein. Die pädagogische Antwort der Schule ist günstig, das ist auch wichtig, aber es ist ein Problem, es bleibt ein Problem, weil sie es bräuchte, aber andererseits stoßen wir auf die andere Mauer. Also sind wir hier und hören zu. Zunächst einmal: Solange wir von Inklusion sprechen, wenn wir uns auf Menschen mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten usw. beziehen, bedeutet das im Grunde, dass das Konzept der Inklusion nicht richtig verstanden wurde, denn man kann das nicht so verknüpfen. Inklusion bedeutet die Teilhabe aller. Und wenn man anfängt, das zu verstehen, erkennt man, dass wir nicht dazu führen können, dass die Verfassung einer Person verändert wird – dieses Wort, das so oft verwendet wird, 'Normalisierung', das wir in unseren Bildungsgesetzen und überall haben. Ich mag es nicht, weil es bedeutet, jemanden, der nicht normal ist, wieder normal machen zu wollen. Und dann beginnen diese Art von Anpassungen und Unterstützungen, von denen ihr sprecht: signifikante und nicht-signifikante curriculare Anpassungen, spezifische Programme, alles mit der Absicht, jemanden normal zu machen. Achtet darauf, dass es eine Verfassung ist, die man nicht ändern kann. Man muss also diesen Blickwinkel verschieben und erkennen, dass wir tatsächlich ändern können, wie die Bildungseinrichtung auf die gesamte Diversität ihrer Schülerschaft eingeht. Und wenn wir diesen Fokus verschieben, werden wir erkennen, dass die Barrieren nicht beim Schüler selbst liegen, sondern dass wir es sind, die sie ihnen auferlegen. Wenn wir mit den Fortbildungen beginnen, fangen wir an, Praktiken im Universal Design for Learning mit Mehrebenen-Design und anderen Strategien anzuwenden, und am Ende der Fortbildung ist es sehr kurios, denn wir können sogar acht Stunden Fortbildung in vier oder fünf Sitzungen haben, wir arbeiten an offenen und flexiblen Designs für alle, alle verstehen es, alle wenden es an, und wenn ich fertig bin, sage ich: 'Habt ihr bemerkt, dass wir das Wort signifikante Anpassung nicht erwähnt haben?' Es wäre möglich, es wäre möglich, wenn wir den Fokus verschieben würden. Was passiert, ist, dass das Wort Inklusion ein wenig entstellt wird. Es wird wieder zur Integration, jetzt ist alles inklusiv. Ihm das Adjektiv 'inklusiv' zu geben, amüsiert mich schon, denn man sieht sogar die Ankündigung eines 'inklusiven Ausflugs' eines Vereins oder von irgendetwas für Menschen mit Behinderungen, und dann gehen alle Kinder mit dieser Behinderung dorthin, und schon ist es ein 'inklusiver Ausflug'. Inklusiv bedeutet, dass dieser Raum, dieser Ort darauf vorbereitet sein muss, jede Person, die kommt, anzusprechen und zu betreuen. Lucía, ich weiß, dass du zuhörst, mich interessiert deine Meinung sehr, als Studentin, als Person, die ihren Weg durch das Bildungssystem noch sehr präsent hat. Ich spreche jetzt nicht, wie Antonio sagt, von der Position der Lehre, so wie sie heute ist, die nicht inklusiv ist. Sie schadet nicht nur Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder Menschen mit unterschiedlichen sozialen, wirtschaftlichen oder ethnischen Realitäten. Sie betrifft euch alle. Betrifft es auch dich? Wenn du Antonio so sprechen hörst, merkst du, dass du in deiner Ausbildung Dinge vermisst hast? Hast du vermisst, dass man deine Interessen, deine Realität, deine Talente im Bildungssystem berücksichtigt? Wir sind keine Menschen, wir sind eine Note, und in meinem Fall, in meiner Schule, gehen wir nur mit einer goldenen Note nach Hause.

Was meinen Bruder betrifft, so besucht er eine Regelschule, aber eigentlich ist es keine inklusive Schule, sondern eine Schule mit Integration. Doch wie Ana vorhin sagte, wird mein Bruder immer noch als der Andere gesehen. Deshalb bin ich sehr unzufrieden mit dem Bildungssystem und allem drumherum, denn es scheint mir für niemanden wirklich zu passen. Ihr habt einen Schritt mehr erlebt als wir in unserer Generation, das heißt, ihr hattet bereits ein System der Integration, nicht der Inklusion, aber immerhin der Integration. In einigen Fällen habt ihr mit jemandem im Klassenzimmer zusammengelebt, der diese Realitäten mit funktionaler Diversität hatte. Du hast es erlebt, und glaubst du, dass ihr jungen Leute ein bisschen mehr gelernt habt als wir, dass ihr bereit seid, euch ein wenig bewusster darüber zu sein, was wirklich gerecht ist? Ich glaube schon, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, denn in meiner Klasse gab es ein Kind mit funktionaler Diversität, und die anderen Kinder haben es immer irgendwie ausgegrenzt, anstatt sich mit ihm anzufreunden. Was glaubt ihr, was nötig ist? Denn das ist eines der Hauptargumente, die verwendet werden, um zu sagen, dass wir nicht alle zusammen in der Schule sein können, oder? Mobbing, Ablehnung... Was glaubt ihr, welche Art von Umfeld, welche Art von Raum muss geschaffen werden? Welche Arbeit muss geleistet werden? Denn man muss vielleicht eine Vorarbeit leisten oder vielleicht spezifisches Personal vorbereiten, damit es weiß, wie man diese sozialen Beziehungen, die in den Schulen entstehen, ein wenig moderiert. Was kann man tun, um solche Situationen zu vermeiden, die heutzutage eines der Dinge sind, die in der Abwägung am stärksten präsent sind, dass diese Kinder sich nicht auf die eine oder andere Weise integrieren oder nicht in der Lage sein werden, sich angemessen zu sozialisieren?

Es cuestión de cambiar un sistema de valores que tenemos muy arraigado en nuestra sociedad; por lo tanto, no es solo algo que atañe a un centro educativo, sino que rodea a toda la comunidad educativa. Toda la comunidad implica a las familias, implica a las instituciones e implica el modelo propio de cada centro educativo. A menudo hablamos de culturas inclusivas, esa cultura que es lo primero y lo más difícil de cambiar, porque a partir de ahí es cuando surgen los modelos que estamos viviendo. Fíjate, por ejemplo, yo siempre pongo el mismo caso: cuando los niños entran en educación infantil y tienen como compañero a un alumno o una alumna que pueda tener cualquier tipo de diferencia, lo asumen con total naturalidad. Una mano, una mano, ahí empiezan a hablar, no sé qué, pero el otro es rubio y el otro es diverso, y no les preocupa en absoluto. Pero fíjate cómo, a medida que van avanzando en su paso por el colegio, van asumiendo valores que les transmitimos los adultos que formamos parte de las comunidades que rodean a ese alumnado: somos los profesores, las familias, el personal docente. Entonces, claro, esto tendría que ser una estrategia de un centro que, en consonancia con su entorno próximo, empiece a madurar un proyecto en el que la educación en valores y el respeto a la diversidad sean algo asumido por toda esa comunidad. Hay que hacer propuestas para que eso se lleve a cabo, es decir, realizar reuniones en los centros educativos, proyectos de aprendizaje-servicio desde los propios alumnos que vayan a la comunidad y sensibilicen sobre este tema. Pero eso necesita también un liderazgo en el centro educativo que apueste de forma firme y profunda por la inclusión, porque si no, es imposible; si no, lo que estamos haciendo es replicar. Si yo, cuando un alumno entra en primero y tiene discapacidad, está en infantil con su grupo y, misteriosamente, en dos meses no se sabe por qué, ya no puede estar, entonces a ese niño que está en 5 años, que es compañero o compañera, cuando llega a los 6 y ve que se lo llevan a otro sitio, entiende que algo pasa. Y entonces empieza a asumir que era diferente y por eso se lo llevaban. Y él, cuando se va haciendo mayor, ve esa práctica repetida, no solo en la sociedad, sino cómo se incluye también en la sociedad, porque se ha normalizado esa situación de que se excluya de manera normal y sin ningún tipo de tapujo. Entonces, somos nosotros los que estamos transmitiendo esa cultura y esos valores que se replican, que se replican en esas bolitas de dudas. El cambio, yo creo, tiene una semilla que nos viene desde pequeñitos, con los niños que vean siempre que todos están juntos, pase lo que pase. Contaré, obviamente, una anécdota: cuando llegó Luna, la cambiamos de centro educativo y llegó a quinto de infantil, y bonito a tercero de infantil.

Ich wollte den anderen Kindern erklären, warum Luna nicht sprach. Also erfand ich eine Geschichte – ich liebe Geschichten ohnehin sehr –, in der ich erzählte, dass Lunas Kopf wie ein Riesenrad sei, in dem alle Wörter immer wieder im Kreis fuhren. Und weil Riesenräder so viel Spaß machen, fiel es den Wörtern schwer, auszusteigen, und deshalb sprach sie nicht. Die Reaktion der Kinder war erstaunlich: Sie hoben die Hand, und einer von ihnen fragte, wie viel Geld ich Luna gegeben hätte, damit sie mit dem Riesenrad fahren durfte.

Das Wichtigste war der zweite Punkt: 'Lehrerin, mir ist etwas eingefallen, wir schalten die Lichter auf dem Jahrmarkt aus.' Das heißt, sie suchten nach Lösungen. Das Problem war nicht, dass Luna nicht sprach, sondern: Wenn wir das als Problem definieren, dann lässt es sich auch lösen. Es ist diese wunderbare, großartige Unschuld von 'Wir müssen handeln, wir haben keine Zeit zu verlieren'. Ich werde auch die kindliche Perspektive einbeziehen, denn sie ist sehr gut, um den Boden zu bereiten und den Geist zu öffnen. Das Video 'Quererla es crearla' zeigt, was wirklich Wirkung zeigt und was dringend nötig ist, aber vor allem müssen wir überall präsent sein. Es ist die Verantwortung der Eltern: Wir müssen unsere Kinder überallhin mitnehmen. Sichtbarkeit ist das Wichtigste. Erst die Theorie, dann die Praxis, denn am Ende bleibt immer jemand auf der Strecke. Die Kinder in der Regelschule haben ihre Schwierigkeiten, und wir Eltern müssen mutig sein und sagen: 'Sie haben nicht die Ressourcen, die die Sonderschule bietet? Egal, wir werden kämpfen, wir werden leiden.' Wenn dieser Lehrer nicht ausreichend vorbereitet ist, müsste er sich jetzt in inklusiver Bildung weiterbilden. Sie brauchen keine Kinder mit 'Problemen' im Unterricht, sie brauchen Kinder mit Schwierigkeiten, und wir werden das gemeinsam lösen, nicht nur ich.

Ich habe immer gesagt: Ich habe keine Zeit. Ich sage: Es tut mir leid, ich habe keine Zeit, ich kann nicht warten, meine Tochter wächst heran. Meine Tochter kann nicht auf einen idyllischen Rahmen warten, in dem sie sein kann. Meine Tochter kann nicht auf eine wunderbare, inklusive Kultur warten, in der das Museum für Aktivitäten mich nicht ausschließen wird, um an dieser Aktivität teilzunehmen. Also, was habe ich getan? Ich habe sie geschaffen. Ich habe angefangen, sie zu schaffen. Ich habe angefangen, Aktivitäten für alle Kinder in den Museen dieser Stadt zu organisieren, und wie Sie sehen können, fangen wir nach und nach an. Wir werden schauen, wo die Schwerpunkte in der non-formalen Bildung und in der frühkindlichen Bildung liegen, denn das haben wir bereits. Ich habe keine andere Wahl. Jetzt ist es notwendig, dass die Kinder aus den Klassen kommen, eine ganze Gruppe von Kindern und Eltern, die in die Zentren gehen und sagen: Mein Kind wird hier sein. Aber die kleinen Vorschläge, die mir sehr gefallen, gefallen mir andererseits auch sehr gut. Nun, die ganze Arbeit, die ich entwickle, hat als Endziel genau das: dass alle Kinder von Anfang an dabei sind. Wenn man das Problem zu Hause hat, bleibt einem nichts anderes übrig, als eine Lösung zu finden. Es stimmt, und manchmal bleibt auch keine Zeit mehr zum Warten, aber es stimmt auch, dass ich glaube, dass man es auch nicht schlecht machen sollte, nicht ohne Planung, ohne alle Aspekte zu bewerten. Denn es ist wahr, dass man zum Beispiel sehen muss, wie die Verbindung zwischen Gesundheit und Bildung innerhalb einer Regelschule implementiert werden könnte. Das wäre für viele Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen in der Regelschule grundlegend. Wenn wir ein minimales Verhaltensproblem im Klassenzimmer haben, wissen wir heute in den Regelschulen nicht, wie wir mit diesem Kind und seinem Verhalten umgehen sollen. Daher müsste eine sehr wichtige Vorbereitung getroffen werden, und wir müssten uns auch an dem Modell orientieren, das bereits existiert. Es gibt ein Modell, bei dem dies gefördert wird. Ich selbst war in der Schule der ONCE, die spezifische Zentren für Blinde hatte, und die gerade eine vollständige Transformation durchlaufen und sich in Ressourcenzentren verwandeln, die zur Orientierung dienen, aber sie nehmen weiterhin bestimmte Schülerinnen und Schüler auf, die sehr spezifische Bedürfnisse haben können, und das ist dann für eine gewisse Zeit, ein zeitlicher Raum, um ihnen Unterstützung zu bieten, und das deckt sich wieder sehr mit einer Bestimmung, die, glaube ich, irgendwo da draußen existiert.

Wenn ich sehe, dass du mir erzählst, wie oft ich das schon erzählt habe, heißt es: 'Die Kinder kommen mit anderen Behinderungen, die haben mehr Schwierigkeiten als unsere'. Aber ich beziehe mich zuerst auf das Modell, nach dem sie es gemacht haben. Dieses Modell, sich transformieren zu wollen, es Schritt für Schritt zu tun, die Sonderschulen schrittweise zu reduzieren, und dass das Personal, das in diesen Sonderschulen war – ein absolut großartiges, wertvolles Personal mit unglaublicher Erfahrung –, in die regulären Bildungseinrichtungen geht, um zu beraten und zu sagen: 'Das macht ihr so und so'. Wir würden uns alle wünschen, dass sie kommen, denn sie sind diejenigen, die diese Dinge wissen. Das Universal Design for Learning ist in Mode gekommen, und die Vorschriften nehmen es bereits auf, und die Schulen, die Lehrkräfte, die Norm ist traurig, weil sie verpflichtend ist, aber mir hat das niemand gesagt. Glaubt ihr also nicht, dass wir am Anfang von etwas stehen? Glaubt ihr, dass genug getan wird, damit dieser Diskurs, in dem wir uns alle einig zu sein scheinen – der aber nicht der Diskurs ist, den die Gesellschaft dieser Tage wirklich hört –, dass dieser Diskurs anfängt, sich irgendwie durchzusetzen? Was ist die Zukunft, die ihr seht? Ich bin super optimistisch, ich hoffe es sehr, ich bin überzeugt, dass die Kampagne funktioniert und der Moment könnte nicht besser sein. Und klar, wir sind mitten in einer Pandemie, wir haben das Bildungssystem in Rekordzeit angepasst. Wir dachten, es würde ein absolutes Desaster werden, wie die Kinder mit dem Thema Masken, der Ordnung der 'Bubble'-Klassen umgehen sollten. Wir sagten, Rosana, man hört es, die Wahrheit ist, es zeigt sich, dass genau das am besten funktioniert. Wenn wir eine Pandemie vorhersehen würden, sie auf Papier bringen, alle Möglichkeiten aufschreiben, alles, was wir tun müssen, um den Kontakt zwischen den Kindern zu vermeiden, dann würde unser Leben nicht ausreichen. Ja, da habe ich das Modell, und wir haben es. Wir sind es, wir können es, 'Quererla es crearla' – man muss es einfach tun. Und ich bin überzeugt, ein großartiger Weg mit Programmen wie deinem und Fachleuten und wunderbaren Menschen wie Antonio, wie Lucía. Ich will es so glauben. Ich glaube, dass das Video eine große soziale Resonanz hatte. Die Menschen werden merken, sie merken gerade, was wirklich nötig ist, und dass 'Quererla es crearla' – ich werde keinen weiteren Verweis machen – und ich glaube, dieses Video

dass es verbreitet wurde, ich glaube nicht, dass ich einen zufälligen Zeitpunkt gewählt habe. Ich glaube, es ist ein sehr entscheidender Moment, genau wie Anna es bezüglich der Pandemie sagt, auch kurz bevor eine neue Bildungsreform verabschiedet wird, die das Modell, das wir hatten, ein wenig verändern könnte. Was es scheint, scheint auf einem Weg zu sein, der sehr weit von dem entfernt ist, was wir wollen, aber es scheint auf dem Weg zu sein.

und nun, ich glaube, dass es ein angemessener Moment ist. Achten Sie auf das, was ich Ihnen vorhin sagte: Jetzt beginnen immer mehr Vorschriften in den verschiedenen autonomen Gemeinschaften, auch bereits verpflichtende Dinge einzuführen, angefangen bei der Sprache. Zum Beispiel spricht man in der valencianischen Gemeinschaft nicht mehr von Lehrern für therapeutische Pädagogik, sondern von inklusiver Pädagogik, und die Sprache ist wichtig. Es scheint nicht so, aber es beginnt zu wirken, wenn man anfängt, diese therapeutischen Dinge zu hören, dass wir einem Kind keine Therapie geben müssen.

Es scheint, als würden Schritte unternommen, aber wie du richtig sagst, wird in der Politik dann alles sehr verzerrt. Es geht nicht darum, ob Spanisch eine Unterrichtssprache ist oder nicht, oder um andere Dinge, die uns weniger betreffen. Es wird zum Beispiel nicht über das Inklusionsmodell gesprochen, das angestrebt werden sollte. Das ist traurig von unseren Politikern. Aber ich glaube, bei den Lehrkräften und in der Gesellschaft beginnt sich ein Wandel abzuzeichnen, auch mit Hilfe der Pandemie. Nur eine kleine Anmerkung: Zum Thema Pandemie sage ich jetzt oft in meinen Fortbildungen für Lehrkräfte, dass es eine sehr wichtige Veränderung im Konzept der sonderpädagogischen Förderbedarfe gab. Denn als wir zu Hause eingesperrt waren, gab es viele Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht vielleicht brillanter waren oder bessere Noten erzielen konnten – auch wegen dieses sehr auswendig gelernten Modells, das wir hier haben, oder aus anderen Gründen, weil sie sich sehr gut von den Anweisungen der Lehrkräfte leiten ließen. Aber als sie zu Hause waren und die Eltern vielleicht nicht arbeiten konnten oder nicht wussten, wie sie sie unterstützen sollten, begannen sie, sonderpädagogische Förderbedarfe zu zeigen. In vielen anderen Fällen, wie die Eltern selbst berichteten, kamen diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sonderpädagogische Förderbedarfe hatten und von viel Arbeit zu Hause, viel Routine und viel Anstrengung profitierten, viel besser mit den Lehrkräften und anderen Schülern zurecht. Das muss uns einen Hinweis geben, um zu erkennen, dass die Bedürfnisse vom Kontext verursacht werden. Nicht der Schüler hat sie, sondern der Kontext ist es, der diese Bedürfnisse erzeugt. Und wir haben jetzt die Möglichkeit, das zu erkennen und alle Kontexte so zu verändern, dass für alle... Ich glaube, das ist eine großartige Reflexion, Antonio, um dieses Gespräch abzuschließen, von dem ich weiterhin sage, dass es nicht abgeschlossen ist, sondern eher wie... es ist, als würde man einem anderen Philosophen der Inklusion zuhören: Es gibt kein Ziel bei der Inklusion. Inklusion ist der Weg, den wir alle gemeinsam gehen müssen. Genauso wie es kein Ziel bei der Gerechtigkeit gibt – man ist nie zu gerecht, man ist nie zu inklusiv. Vielen Dank an euch drei, dass ihr diese Minuten mit mir geteilt habt, und ich hoffe wirklich, dass weiterhin so viele Dinge getan werden, dass wir weiter sprechen und weiter reflektieren, so wie wir es in dieser Zeit getan haben, denn ich glaube, dass genau daraus die Grundlagen entstehen werden, um das, was wir wollen, in die Praxis umzusetzen.

Es gab eine Zeit, in der die Rechte und das Leben der Arbeiterklasse keine Rolle spielten, aber wir wollten Gerechtigkeit.

Es gab eine Zeit, in der Kinder keine Rechte hatten, in der man auf Tierschutzgesetze zurückgreifen musste, um Kinder vor Misshandlung zu schützen, aber wir wollten Liebe. Es gab eine Zeit, in der die Hautfarbe einiger Menschen sie zum Eigentum anderer machte, eine Zeit, in der man sie diskriminierte und ausgrenzte, aber wir wollten Freiheit.

Es gab eine Zeit, in der die Hälfte der Bevölkerung nicht als Menschen betrachtet wurde, in der unser Körper, unser Wille und unsere Entscheidungen nicht uns gehörten, aber wir wollten Gleichberechtigung. [Musik] Es gab eine Zeit, in der man Menschen mit Behinderungen ungestraft im Stich lassen, misshandeln und beseitigen konnte, aber wir wollten Menschlichkeit. Es gab eine Zeit, in der man dich einsperrte – in einen Schrank, eine Psychiatrie oder ein Gefängnis –, nur weil du frei warst, geliebt und begehrt hast, aber wir wollten Vielfalt.

Es gab eine Zeit, in der Schulen Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Herkunft, Ethnie, sozialen Klasse oder Fähigkeiten segregierten; eine Zeit, in der die UNO Spanien beschuldigte, das Recht auf Bildung von Kindern mit Behinderungen schwerwiegend und systematisch zu verletzen, und diese Zeit ist heute. Wir haben inklusive Bildung: Quererla es crearla [Musik]

Dokumentarfilm, Canal Málaga

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Nachrichten, La Sexta

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Audiodeskription [AD]:- Die Moderatorin von La Sexta Noticias präsentiert gemeinsam mit einer Kollegin die Nachricht, stehend hinter einem hohen Tisch.

Und heute: Kundgebung in Madrid, um eine inklusive Schule zu fordern.

Audiodeskription [AD]:- Im Anschluss sind, unterlegt mit der Voice-over-Stimme der Moderatorin, Bilder der Demonstration in Callao, Madrid, zu sehen. 

 

Moderatorin:- Sie fordern ein Bildungssystem, das auf Inklusion und Chancengerechtigkeit für Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten basiert. Sie verlangen, dass diese dieselben Möglichkeiten erhalten und genauso unterrichtet werden wie alle anderen Schülerinnen und Schüler, ohne Diskriminierung.

Audiodeskription [AD]:-  Die Kameraeinstellung zeigt zwei Personen, die interviewt werden.

Ignacio Calderón:- Es geht nicht nur darum, dass man in inklusiven Schulen mehr lernt, dass man in inklusiven Schulen besser lernt. Sondern darum, dass wir lernen, zusammenzuleben, und genau das brauchen wir.

Susana Fajardo:- Den Blick verändern, um in der Vielfalt kein Problem, keine Schwierigkeit zu sehen, sondern eine neue Art, das Leben zu verstehen.

Veröffentlichungen in den Medien